Hurrikan "Grace" trifft auf mexikanisches Festland

·Lesedauer: 1 Min.
Das aufgepeitschte Meer vor der Küste von Veracruz

Der Tropensturm "Grace" hat als mächtiger Hurrikan der Kategorie 3 in Mexiko das Festland erreicht. Wie das US-Hurrikanzentrum NHC mitteilte, traf der Sturm am Samstagmorgen (Ortszeit) mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 200 Stundenkilometern auf die Küste nahe Tecolutla im Bundesstaat Veracruz. US-Meteorologen warnten vor Überschwemmungen und Schlammlawinen.

Kurz vor seinem Auftreffen auf Festland hatte "Grace" über dem Golf von Mexiko rasch an Kraft gewonnen. In der Region Veracruz wurde die Bevölkerung vor möglichen Überschwemmungen und Erdrutschen gewarnt. Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador rief die Bewohner der gefährdeten Region im Online-Dienst Twitter auf, "bei Verwandten und in Notunterkünften Zuflucht zu suchen".

Im Hafen von Veracruz, einem der wichtigsten Häfen des Landes, wurden Geschäfte mit Brettern gesichert; Fischer brachten etwa 300 Schiffe und Boote in Sicherheit. "Wir werden viele Tage ohne Fischfang verbringen - fast eine Woche", sagte die Leiterin des Verbandes der Fischereigenossenschaften von Veracruz, Isabel Pastrana Vázquez. Etwa 35.000 Fischer seien davon betroffen.

Die Behörden stellten indessen etwa 200 Notunterkünfte bereit, 2000 weitere sind für den Notfall vorbereitet. Die meisten Straßen im Bundesstaat wurden geschlossen. Die mexikanische Armee stand bereit, um an Rettungseinsätzen teilzunehmen, wie Laura Velázquez vom nationalen Zivilschutz mitteilte.

"Grace" könnte auch noch im Bundesstaat Hidalgo und in Mexiko-Stadt mit Starkregen und Sturmböen für Schäden sorgen.

Der Tropensturm war bereits als Hurrikan der untersten Kategorie Eins am Donnerstag weiter südlich in Mexiko auf die Halbinsel Yucatán getroffen, schwächte sich dann aber rasch ab. Dort hatte er nur geringe Sachschäden angerichtet, bevor er Yucatán verließ und dann über dem Golf von Mexiko wieder an Stärke gewann.

gap/isd

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.