Greenpeace: Zu hohe Stickoxidwerte vor Schulen und Kitas

Abgase aus dem Auspuff eines Diesel-Autos

Kinder sind in deutschen Städten nach Einschätzung von Greenpeace oft zu hohen Stickoxidwerten durch Diesel-Pkw ausgesetzt. Die Umweltschutzorganisation veröffentlichte am Mittwoch die Ergebnisse zweiwöchiger Messungen vor Schulen und Kitas in sechs deutschen Großstädten. Dabei sei an mehr als zwei Drittel der Messstellen der geltende EU-Grenzwert für Stickoxid überschritten worden. Stickoxid trägt zur Bildung von Feinstaub bei und erhöht das Asthmarisiko.

Für die Stichprobe hängte die Umweltschutzorganisation in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und München Messgeräte vor Schulen und Kitas an größeren Straßen auf. Die Laboranalyse ergab Greenpeace zufolge, dass der Stickoxid-Grenzwert von 40 Mikrogramm an 72 Prozent der insgesamt 143 Messstellen überschritten wurde - "teilweise um knapp das Doppelte". Laut einer Greenpeace-Studie erhöht sich das Asthmarisiko von Kindern schon bei zehn Mikrogramm um 15 Prozent.

"Kinder dürfen nicht die fatalen Folgen zu schmutziger Autos ausbaden", erklärte Greenpeace-Verkehrsfachmann Daniel Moser. Stickoxide werden vor allem durch Diesel-Pkw ausgestoßen. Moser forderte die Verkehrsminister deshalb auf, bei ihrer Konferenz am Donnerstag die Einführung der blauen Plakette zu beschließen, um "schmutzige Diesel-Pkw aus Städten" fernzuhalten. Gäbe es eine solche blaue Plakette auf Bundesebene, könnten Städte strengere Umweltzonen ausweisen.

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