Greta Thunberg: Harte Worte für Museum wegen Shell-Deal

·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Ein Museum in London hat sich seine Ausstellung über neue Technologien zum Umweltschutz von Umweltsünder Shell bezahlen lassen - und sich im Gegensatz verpflichtet, nichts Negatives über den Energiekonzern zu zeigen. Dafür gibt es nun viel Kritik, auch von Greta Thunberg.

Greta Thunberg hat eine klare Meinung zu Shell und dem Science Museum in London (Bild: REUTERS/Johanna Geron)
Greta Thunberg hat eine klare Meinung zu Shell und dem Science Museum in London (Bild: REUTERS/Johanna Geron)

Das "Science Museum" in London bekommt derzeit viel Gegenwind für seine Ausstellung "Our Future Planet". Darin geht es um "Spitzentechnologie und naturbasierte Lösungen, die entwickelt werden, um durch menschliche Aktivitäten freigesetztes Kohlendioxid einzufangen, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe."

Thunberg: Menschheit muss "der Realität ins Auge" sehen

Sinnvolle Sache eigentlich – doch jetzt wird das Museum massiv kritisiert: Wie "Channel 4" berichtet, ist die Ausstellung von Shell gesponsort worden, einem der weltweit größten Mineralöl- und Erdgas-Unternehmen. 

Dieser Inhalt stammt von einem Drittanbieter. Um diesen anzuzeigen, müssen Sie Ihre Datenschutzeinstellungen ändern.
Dazu hier klicken.

Klimaschützer verklagten den Ölgiganten bereits 

Umweltschützer wie Greenpeace demonstrieren schon seit den Neunzigern gegen das Unternehmen. Erst Anfang diesen Jahres hatte ein Gericht in Den Haag geurteilt, dass der Ölgigant Entschädigungen wegen ausgelaufenem Öl und Umweltschäden in Nigeria zahlen muss. Nur einige Monate später fiel das Urteil, dass Shell seinen Treibhausgasemissionen bis 2030 um netto 45 Prozent gegenüber dem Stand von 2019 reduzieren muss, nachdem niederländische Klimaschützer gegen Shell geklagt hatten. 

Urteil: Shell muss CO2-Emissionen reduzieren

Dass das Museum Geld von Shell angenommen hat, ist nicht das größte Problem. "Channel 4" berichtet weiter, dass das Science Museum in seiner Vereinbarung mit Shell International zum Sponsoring seiner Klimaausstellung eine "Knebelklausel" unterzeichnet haben soll. Damit verpflichtet es sich, nichts zu sagen - oder gar auszustellen -, was den Ruf des Unternehmens schädigen könnte.

Energiekonzere spielen große Rolle im Umweltschutz

Eine Wissenschaftlerin, die an der Ausstellung beteiligt war, hat bereits angekündigt, davon zurücktreten zu wollen. Ein Sprecher des Museums erklärte dagegen, dass Energiekonzerne einen großen Part spielen müssen beim "Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft". Demnach sei es "unproduktiv“, alle Verbindungen zu Energieunternehmen abzubrechen.

Auch auf Twitter gehen die Meinungen darüber auseinander. Greta Thunberg allerdings hat eine ganz klare Haltung zu dem Thema. Sie schrieb auf Twitter: "Das 'Science‘-Museum hat Ironie auf die Spitze getrieben (und seinen eigenen Ruf getötet)“.

Dieser Inhalt stammt von einem Drittanbieter. Um diesen anzuzeigen, müssen Sie Ihre Datenschutzeinstellungen ändern.
Dazu hier klicken.

VIDEO: Klimaschützer erzielen wegweisendes Urteil gegen Shell

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.