Greta Thunberg redet den Mächtigen ins Gewissen: "Mehr als drei Jahrzehnte Blah, Blah, Blah"

teleschau
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"Mit Physik lässt sich nicht verhandeln": Auch in diesem Jahr sorgt Klimaaktivistin Greta Thunberg mit einem Gastbeitrag beim Weltwirtschaftsforum von Davos für Furore.

Greta Thunberg liest den Mächtigen der Welt einmal mehr die Leviten: Am Montagabend veröffentlichte die schwedische Klimaaktivistin ihren Beitrag zum virtuellen Weltwirtschaftsforum in Davos - und bereits über Nacht verbreitete sich die messerscharf formulierte Rede unter den Hashtags #wef2021 #DavosAgenda viral.

Im Wesentlichen beschränkt sich die 18-Jährige dabei zwar darauf, auf die Dringlichkeit ihres Themas hinzuweisen, aber schon im Eröffnungssatz wird klar, dass auch ihre dritte Davos-Gastnote von größter Klarheit geprägt und ihr Duktus unerbittlich sein würde: "My name is Greta Thunberg and I'm not here to make deals."

Greta Thunberg: "Zeit der kleinen Schritte ist vorbei"

"Wir verstehen, dass die Welt komplex ist und dass sich nichts über Nacht verändert", sprach Thunberg den Gipfelteilnehmern erneut ins Gewissen. "Aber ihr hattet jetzt mehr als drei Jahrzehnte Blah, Blah, Blah. Wie viele braucht ihr noch?"

"Die Zeit der kleinen Schritte in die richtige Richtung" sei schon lange vorbei, sagte Greta Thunberg in ihrer bekannten eindringlichen wie nüchternen Art. Es sei nun gerade so, "als würde man mitten in der Nacht aufwachen, sein Haus brennen sehen und dann 10, 20, 30 Jahre warten, bis man die Feuerwehr ruft. Gleichzeitig nennt man jene, die versuchen, die anderen aufzuwecken, Alarmisten."

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Am Ende ihres pointierten Beitrags kam Greta Thunberg auf die Bedeutung des Wortes "Hoffnung" zu sprechen: "Für mich kommt Hoffnung von Handlung und nicht nur von Worten. Für mich bedeutet Hoffnung zu sagen, wie es ist, egal wie schwierig und unbequem das sein mag."

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