Griechische Gruppe bekennt sich zu Explosivstoff-Versand an Finanzministerium

Eine linksextremistische griechische Gruppierung hat sich als Absenderin des Explosivstoffpakets ans Bundesfinanzministerium zu erkennen gegeben. Es sei eine Aktion im Rahmen des Projekts "Nemesis" gewesen, das sich gegen das "Machtsystem" richte

Eine linksextremistische griechische Gruppierung hat sich als Absenderin des Explosivstoff-Pakets an das deutsche Bundesfinanzministerium zu erkennen gegeben. Die griechische Polizei stufte am Donnerstag eine Selbstbezichtigung der Anarchistengruppe auf der linken Internetplattform Indymedia als glaubwürdig ein: Es bestehe eine "hohe Wahrscheinlichkeit", dass die Bekennernachricht authentisch sei, erfuhr AFP aus Polizeikreisen in Athen.

Der seit Anfang 2008 aktiven Gruppe, die unter dem Namen Verschwörung der Feuerzellen auftritt, werden dutzende nicht tödlicher Brand- und Paketbombenanschläge in Griechenland zur Last gelegt. Der Versand des Pakets an das deutsche Finanzministerium sei eine Aktion im Rahmen des Projekts "Nemesis", das sich gegen das "Machtsystem" richte, heißt es in der nun aufgetauchten Bekennerbotschaft.

In der Poststelle des Bundesfinanzministeriums war am Mittwoch ein Paket mit einem explosiven Stoff eingegangen, den die Berliner Polizei als "Blitzknallgemisch" beschrieb. Der Stoff werde häufig bei der Herstellung von Pyrotechnik verwendet. Das Paket wäre laut Polizei geeignet gewesen, erhebliche Verletzungen beim Öffnen zu verursachen.

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