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Griechische Regierung verspricht aufgebrachten Landwirten mehr Unterstützung

Die griechische Regierung hat aufgebrachten Bauern und Bäuerinnen im Land zusätzliche Hilfen versprochen, um ein Ausweiten der Proteste zu verhindern. In Italien gab es erneut Proteste der Bauern. (GABRIEL BOUYS)
Die griechische Regierung hat aufgebrachten Bauern und Bäuerinnen im Land zusätzliche Hilfen versprochen, um ein Ausweiten der Proteste zu verhindern. In Italien gab es erneut Proteste der Bauern. (GABRIEL BOUYS)

Die griechische Regierung hat den aufgebrachten Bauern und Bäuerinnen im Land zusätzliche Hilfen versprochen, um ein Ausweiten der Proteste zu verhindern. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis sagte am Dienstag dem Sender Skai Radio, er habe das Landwirtschaftsministerium angewiesen, "umgehend" die Ersthilfen nach den schweren Überschwemmungen im Herbst zu erhöhen. So sollen die betroffenen Landwirte in der zentralgriechischen Region Thessalien zwischen 5000 und 10.000 Euro an zusätzlichen Hilfen erhalten.

Ähnlich wie in anderen europäischen Ländern hatten auch in Griechenland in den vergangenen Tagen hunderte Landwirtinnen und Landwirte Proteste organisiert und wichtige Straßen blockiert. Größere Aktionen sind rund um eine Agrarmesse in Thessaloniki geplant, die vom 1. bis zum 4. Februar stattfinden soll.

Ihr Protest richtet sich wie in anderen europäischen Ländern auch gegen zu hohe Auflagen, kostspielige Umweltstandards und geringe Einkommen. Außerdem wurde durch die schweren Überschwemmungen im Herbst vergangenen Jahres mancherorts ein Großteil der Ernte zerstört.

In Italien weiteten sich die Bauernproteste ebenfalls aus - auch wenn sie noch nicht die Dimension der Demonstrationen in Deutschland und Frankreich erreichten. Dutzende Landwirte protestierten am Dienstag mit ihren Treckern nahe Mailand und forderten weniger finanzielle Belastungen und eine angemessene Vergütung ihrer Produkte. Sie verlangten außerdem, von Regierungschefin Giorgia Meloni in Rom empfangen zu werden.

Spaniens Bauern erklärten am Dienstag, sich den europaweiten Protesten des Sektors anschließen zu wollen. Proteste gab es zuletzt etwa auch in den Niederlanden und in Rumänien.

hcy/pe