Großauftrag für Elektrotransporter Streetscooter der Deutschen Post

E-Transporter Streetscooter der Deutschen Post

Für den Elektrotransporter Streetscooter der Deutschen Post gibt es laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" einen ersten externen Großauftrag. Der Fisch und Meeresfrüchte-Großhändler Deutsche See will demnach 80 Fahrzeuge einer eigens entwickelten Kühlversion des Transporters kaufen. Die Scooter mit einer Reichweite von 80 Kilometer seien für den Einsatz in Ballungsräumen gedacht.

Die Deutsche See hatte bislang nach eigenen Angaben VW-Transporter mit BlueMotion-Dieseltechnologie gekauft, streitet seit Bekanntwerden des Diesel-Abgasskandals aber mit Volkswagen über eine Schadenersatzforderung in Höhe von 11,9 Millionen Euro. "Volkswagen konnte und wollte uns in zehn Jahren keine Elektrolösung für unseren Nutzfahrzeugbedarf bieten", zitierte die "BamS" zudem Firmenchef Egbert Miebach, der sein Unternehmen umweltfreundlich aufstellen möchte.

Die Deutsche Post hatte das Aachener Start-Up-Unternehmen Streetscooter 2014 gekauft, um Transporter vor allem für den Eigenbedarf zu erhalten. Erst vor wenigen Wochen wurde das Angebot auch für Nachfragen von Dritten geöffnet. Zugleich kündigte Streetscooter an, die Jahresproduktion auf jährlich 20.000 Fahrzeuge zu verdoppeln. Die Deutsche Post selbst will bis Jahresende eine Elektroflotte von 5000 Transportern einsetzen und diese danach weiter aufstocken.

Der Einsatz von E-Transportern kann dazu beitragen, die gesundheitsgefährdenden Emissionen von Stickoxiden und Feinstaub in den Städten zu mindern. Ende März hatte der Paketlieferdienst Hermes angekündigt er wolle bis 2020insgesamt 1500 E-Transporter der Typen Mercedes Sprinter und Vito erwerben.

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