Die Großbaustelle kommt

Nach den Osterferien beginnt die Sanierung der Mülheimer Brücke – Notstützen im...

Die Mülheimer Brücke wird bereits zeitweise voll gesperrt, bevor nach Ostern die eigentlichen Sanierungsarbeiten beginnen. Darüber informierten Sonja Rode und Vjeran Buric vom Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau bei der Sitzung der Bezirksvertretung Mülheim.

„Am Wochenende zwischen dem 5. und dem 8. April blockieren wir nachts in der Zeit von 22 bis 5 Uhr die Brücke, um die halbseitige Sperrung der Südseite vorzubereiten“, erklärte Bauleiter Buric. Die halbseitige Unterbrechung betreffe ab Freitag, 15. April, die beiden Fahrbahnen aus Riehl in Richtung Mülheim. Danach würden in der ersten Bauphase nur die beiden Fahrspuren auf der Nordseite der Brücke für den Autoverkehr zur Verfügung stehen.

Rode, die im Amt die Arbeitsgruppe Rheinbrücken leitet – in städtischer Verantwortung befinden sich vier der sieben Kölner Rheinbrücken – zählte auf, welche Arbeiten anstehen: „Die zwei außenliegenden Bauwerke Mülheimer Rampe und Deichbrücke in Riehl werden vollkommen neu gebaut.“ Des Weiteren würden die Hängeseile des Mittelstücks, der Strombrücke, ausgetauscht. Sie berichtete auch, dass die Brückenrampe auf der Mülheimer Seite weit weniger stabil sei als im Vorfeld angenommen: „In der Fuge sieben ist der Bewehrungsstahl der Tragelemente stark geschädigt, was die Tragfähigkeit sehr beeinträchtigt.“ Im Innern der Rampe wurden deshalb Notstützen eingezogen. Zusätzlich habe die Stadt veranlasst, eine Gewichtsbeschränkung für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zu verhängen. Da unter der Brücke ein Braunkohleflöz und damit ein nicht standfester Untergrund festgesellt wurde, testen die Baufachleute derzeit Alternativen mit Probepfählen an der Bachstraße. Um die Anlieger nicht über Gebühr zu beeinträchtigen, kommen mobile Lärmschutzwände an Stellen zum Einsatz, wo es laut werden könnte.

Auf die Mülheimer kommen ab Mitte April noch einige Veränderungen im Verkehrsfluss zu. Während der gesamten Bauzeit wird die Linksabbiegerspur vom Bergischen Ring auf die Querung gesperrt. Rode: „Damit wollen wir eine einfache Ampelschaltung erreichen, die einen schnelleren Verkehrsfluss in Nord-Süd-Richtung ermöglichen soll. Wer von Deutz kommend auf die Brücke will, müsste dann einen Bogen über die Bergisch Gladbacher Straße und Genovevastraße fahren.

Die Planer beabsichtigen außerdem, den Verkehrsdurchfluss von Norden in Richtung Wiener Platz auf etwa die Hälfte zu reduzieren. Zu diesem Zweck wird in Höhe der Einmündung des Mülheimer Zubringers auf den Clevischen Ring die Fahrbahn Richtung Süden von zwei Spuren auf eine verringert. Auf die Frage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Thomas Portz, ob die Straße dann bis zur Brücke einspurig bleiben soll, entgegnete Rode: „Die Verengung gilt nur an der Ampel. Danach geht es wieder zweispurig weiter.“

Winfried Seldschopf (Grüne) und Alexander Lünenbach (SPD) ermahnten die Stadtverwaltung darauf zu achten, dass auch kein Schleichverkehr – etwa durch Wohngebiete – entsteht. Berit Kranz (SPD) beklagte, dass Stadt und KVB bisher ablehnend auf die Forderung der Bezirksvertreter reagieren, den Takt der Stadtbahnlinie 4 zu verdichten: „Damit würde doch der Autoverkehr entlastet.“ Torsten Tücks (FDP) wiederum wollte wissen, wie sich die Änderungen auf den Luftreinhalteplan und damit die Schadstoffbelastung auswirke.

In wenigen Tagen will die Stadt auch die Mülheimer Bürger informieren. Vertreter des Amts für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau, des Amts für Verkehrsmanagement, der KVB und anderer stehen am Mittwoch, 3. April, um 17.30 Uhr in der Stadthalle Mülheim bereit, um das Projekt vorzustellen und Fragen zu beantworten....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta