Großbrände in Sachsen und Brandenburg zum großen Teil unter Kontrolle

In den Brandgebieten in Sachsen und Brandenburg haben die Einsatzkräfte deutliche Fortschritte gemacht. Die Löscharbeiten wurden am Mittwoch dadurch begünstigt, dass der zuvor starke Wind abflaute. Zu schaffen machen den Einsatzkräften aber Schaulustige und Gerüchte.

Das Landratsamt Sächsische Schweiz - Osterzgebirge erklärte zur Situation in der Sächsischen Schweiz, dass die Lage zwar angespannt bleibe, jedoch nicht außer Kontrolle sei. Einzelne Brandherde seien eingedämmt und stabilisiert worden, andere allerdings breiteten sich aus und müssen intensiv bekämpft werden. Größere Einsatzstellen seien nach wie vor im Bereich der Bärfangwände und des Friensteins.

Eine Ausbreitung auf angrenzende Häuser gebe es aktuell aber nicht, betonte das Landratsamt. Gerade im Bereich von Bad Schandau würden Gerüchte über gefährdete Häuser und damit verbundene Evakuierungen verbreitet - dies seien Falschmeldungen, die nicht weitergetragen werden sollten. Das Verhalten der Bürger hatte zuvor bereits zur Einstellung des Fahrbetriebs der Kirnitzschtalbahn in Bad Schandau geführt. Die Behörden wollten damit die Zureise von Schaulustigen unterbinden.

Wie in Sachsen entspannte sich die Lage auch in Brandenburg. Der stellvertretende Kreisbrandmeister im Kreis Elbe Elster, Mario Harnisch, sagte im Rundfunk Berlin-Brandenburg, aus den verschiedenen Einsatzabschnitten habe es am Mittwoch gute Nachrichten gegeben. So sei ein Hotspot der Brände durch einen massiven Hubschraubereinsatz unter Kontrolle gebracht worden.

Die Feuerwehrkräfte orderten auch für Donnerstag noch einmal sechs Hubschrauber, um mit einem erneuten massiven Lufteinsatz vorzugehen. Harnisch sagte, es sei aber noch nicht möglich, von Entspannung zu reden. Die weitere Entwicklung der Lage müsse abgewartet werden. Die Restlöscharbeiten danach dürften die Feuerwehr noch den Sommer über in der Region beschäftigen, sagte Harnisch. "Ich denke mal, das wird Wochen dauern."

Die Bundespolizei erklärte, dass es im Juli bereits vor dem derzeitigen Einsatz fünf andere Löscheinsätze mit ihren Hubschraubern gegeben habe. Dabei seien bei 453 Abwürfen insgesamt 815.400 Liter Wasser in Brandenburg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen zum Löschen verteilt worden.

In der Nacht zum Mittwoch war im Bereich Kölsa-Rehfeld das Feuer bei Wind in einem Windpark wieder aufgelebt. Die Bundeswehr schlug parallel zu dem Einsatz mit Hubschraubern mit einem Pionierpanzer Schneisen, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Da in der Nacht hier Erfolge erzielt worden seien, sei die Brandfläche nicht größer geworden, teilte der Landkreis mit. Von den insgesamt betroffenen 800 Hektar Fläche seien noch 500 Hektar "im aktiven Brandgeschehen". Darauf konzentrierten sich die Löscharbeiten.

Der Landkreis lässt den See am Kiebitz bis auf Widerruf für den Badebetrieb geschlossen. Auch eine Teilsperrung der Bundesstraße 183 zwischen Bad Liebenwerda und Torgau bleibe weiter bestehen. Optimistisch zeigten sich die Einsatzkräfte aufgrund der Wetterprognosen - der zuletzt in Sturmstärke aufgetretene Wind flaute ab, die Temperaturen sanken.

ran/cfm

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