Großbritannien hat EU-Austritt beantragt

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EU-Ratspräsident Tusk mit dem Austritts-Antrag der Briten

Neun Monate nach dem Brexit-Referendum hat die britische Regierung offiziell den Austritt aus der Europäischen Union beantragt. Der britische EU-Botschafter Tim Barrow übergab am Mittwoch in Brüssel ein entsprechendes Schreiben an EU-Ratspräsident Donald Tusk. Damit läuft eine zweijährige Frist, in der beide Seiten die Details des Brexit aushandeln.

"Nach neun Monaten hat das Vereinigte Königreich geliefert", schrieb Tusk auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Die britische Premierministerin Theresa May hatte den Austrittsantrag am Dienstagabend unterzeichnet. Er löst offiziell Artikel 50 des EU-Vertrags aus, der den Austritt aus der Union regelt. Großbritannien wird damit der erste Mitgliedstaat, der die EU wieder verlässt.

In einem Austrittsvertrag wird nun unter anderem der Status der EU-Bürger in Großbritannien und von Briten auf dem Kontinent verhandelt. Als äußerst schwierig gilt die Frage, wieviel Geld London der EU trotz des Austritts noch zahlen muss.

Großbritannien selbst bleibt in der Austrittsfrage tief gespalten. Bei dem Brexit-Referendum im Juni hatten 51,9 Prozent der Teilnehmer für den Austritt gestimmt, 48,1 Prozent dagegen für den Verbleib in der EU. Das schottische Parlament hatte am Dienstagabend den Weg für ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum zur Abspaltung vom Vereinigten Königreich freigemacht.

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