Großbritannien registriert neuen Höchstwert von fast 120.000 Corona-Fällen

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Londoner erledigen Weihnachtseinkäufe (AFP/Daniel LEAL)

Großbritannien hat einen neuen Höchstwert von fast 120.000 Corona-Ansteckungen binnen 24 Stunden registriert. Nachdem am Mittwoch zum ersten Mal seit Pandemiebeginn die Schwelle von 100.000 Fällen überschritten worden war, meldeten die britischen Gesundheitsbehörden am Donnerstag 119.789 Neuinfektionen. Binnen einer Woche stieg die Zahl der Fälle um mehr als 50 Prozent. Insbesondere in der Hauptstadt London zeichnete sich ein starker Anstieg der Krankenhauseinweisungen ab.

Die Regionalregierungen von Wales, Nordirland und Schottland haben angesichts der deutlich ansteckenderen Omikron-Variante des Coronavirus bereits eine Verschärfung der Maßnahmen angekündigt. England hält sich damit bislang zurück. Der britische Gesundheitsminister Sajid Javid erklärte in einem TV-Interview, dass die Regierung keine weiteren Einschränkungen vor Weihnachten plane. "Trotz der Vorsichtsmaßnahmen, die wir alle treffen, sollten die Menschen Weihnachten mit ihren Familien und Freunden genießen", sagte er.

Die Regierung von Premierminister Boris Johnson stützt sich bei ihrer Entscheidung vor allem auf zwei kürzlich veröffentlichte Studien, die bei Omikron ein geringeres Risiko für Krankenhausaufenthalte als bei der bislang vorherrschenden Delta-Variante zeigen.

Der Wissenschaftler Neil Ferguson vom Imperial College, der eine der Studien leitete, warnte jedoch, dass sich dieses geringere Risiko durch die geringere Wirksamkeit der Impfstoffe gegen die Omikron-Variante relativiere. Angesichts der sehr hohen Ansteckungsgefahr durch die Mutante drohe eine hohe Zahl an Neuinfektionen, die die Gesundheitssysteme unter Druck setzen könne, betonte er.

gap/ck

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