Große Sorge um seit Wochen hungerstreikende Migranten ohne Papiere in Belgien

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Teilnehmer des Hungerstreiks in der Kirche Saint-Jean-Baptiste-au-Beguinage (Bild: Jean-Christophe Guillaume/Getty Images)
Teilnehmer des Hungerstreiks in der Kirche Saint-Jean-Baptiste-au-Beguinage (Bild: Jean-Christophe Guillaume/Getty Images)

Hilfsverbände in Belgien schlagen Alarm, nachdem hunderte Migranten ohne Papiere ihren Hungerstreik für ein Bleiberecht ausgeweitet haben.

Wie die Organisation Médecins du Monde (MDM) am Montag mitteilte, verweigern knapp 300 der rund 450 Migranten, die seit Wochen im Hungerstreik sind, nun auch das Trinken. Die meisten von ihnen seien schon jetzt in schlechter körperlicher und psychischer Verfassung, nun drohe ihnen "jederzeit" der Tod.

Die vorwiegend aus Marokko und Algerien stammenden Männer hatten Ende Mai mit ihrer Protestaktion in einer Kirche im Zentrum von Brüssel sowie in zwei Universitäten begonnen. Sie fordern eine Aufenthaltserlaubnis für alle, nachdem sie jahrelang ohne Papiere in Belgien gearbeitet haben. Eine kollektive Lösung lehnt der zuständige Staatssekretär Sammy Mahdi aber bislang ab.

Individuelle Prüfung weiter verweigert

Am Sonntag wiederholte Mahdi sein Angebot, die Anträge auf eine Aufenthaltserlaubnis individuell prüfen zu lassen. Er bedauerte, dass nur wenige der Betroffenen das zu diesem Zweck in der Nähe der Kirche eingerichtete Büro aufgesucht hätten.

Am Sonntag bat die Regierung zudem das Rote Kreuz, die Situation der Hungerstreikenden zu beurteilen, und am Abend wurden Ärzte zu ihnen entsandt. Allerdings konnten sie nur wenige der Protestierenden untersuchen, wie eine mit dem Fall befasste Quelle der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Demnach hatten Unterstützergruppen den Zugang zu den Streikenden blockiert.

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