Großflughafen: Flugverkehr einschränken? SPD streitet um Zukunft des BER

In zwei Anträgen für den SPD-Landesparteitag im Mai wird die Beschränkung des Flugverkehrs gefordert. Ein Überblick.

Seit 2006 wird in Schönefeld am neuen Hauptstadtflughafen BER gebaut. Einen Eröffnungstermin gibt es bis heute nicht. Doch egal ob der Airport 2018, 2019 oder erst 2020 in Betrieb geht: Er kommt zu spät und er wird nach Meinung vieler Experten zu klein sein. Einige Genossen der Berliner SPD wollen jetzt eine Lösung gefunden haben. In zwei Anträgen für den Landesparteitag am 20. Mai fordern die Mitglieder der Fachausschüsse für Mobilität und Umwelt, den BER so zu lassen, wie er jetzt ist, also auf Erweiterungen zu verzichten. Ihr Grundsatz: Das Flugzeug ist ein klimaschädlicher Verkehrsträger. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was fordern die SPD-Fachausschüsse?

Der Luftverkehr in der Hauptstadtregion soll an die vorhandenen Flughafenkapazitäten angepasst werden, nicht umgekehrt. Die Zahl der Flugbewegungen soll auf 360.000 pro Jahr gedeckelt werden – im vergangenen Jahr waren es bereits 282.000. Auch sei eine Ausweitung des Nachtflugverbotes zu prüfen. Im Gegenzug sollen innerdeutsche Fluglinien durch schnelle, preiswerte Bahnverbindungen ersetzt und in der Bevölkerung verstärkt für Radtourismus geworben werden. Nur so könne Berlin sein Ziel erreichen, die Klimabelastung bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.

Was sagen Verantwortliche in der SPD?

Der Regierende Bürgermeister und SPD-Landesvorsitzende Michael Müller äußerte sich am Donnerstag nicht zu den Anträgen, mehrere Vertreter der Parteispitze bekundeten allerdings klare Ablehnung. "Die Begrenzung auf 360.0...

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