Grönland führt neue Corona-Beschränkungen ein

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Corona-Testzentrum in Nuuk im März (Bild: Emil Helms/Ritzau Scanpix/via REUTERS)
Corona-Testzentrum in Nuuk im März (Bild: Emil Helms/Ritzau Scanpix/via REUTERS)

Grönland führt wegen einer Zunahme der Corona-Fälle landesweite Beschränkungen ein. Das gab die grönländische Regierung am Dienstag bekannt, wie der Rundfunksender KNR und die Zeitung "Sermitsiaq" berichteten.

"Wir können sehen, dass die Infektionen durch einen Flug hereingekommen sind. Die Lage ist kritisch", sagte Regierungschef Múte B. Egede demnach auf einer Pressekonferenz.

Zunächst bis einschließlich Freitag müssen die Menschen auf der größten Insel der Welt nun unter anderem vorübergehend einen Mund-Nasen-Schutz in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln tragen. Außerdem werden Begrenzungen für die Zahl der Passagiere in Bussen und Gäste in Restaurants eingeführt. 

In Kirchen wie in Restaurants und Cafés dürfen maximal 20 Personen zusammenkommen, Supermärkte und andere Läden mit Waren des täglichen Gebrauchs dürfen nur zur Hälfte der zugelassenen Kundenzahl ausgelastet sein.

Bisher nur wenige Fälle - Sorge vor Delta-Variante

Seit Pandemiebeginn ist das Coronavirus bei 60 Menschen auf Grönland nachgewiesen worden, einen Todesfall gab es in dem Zusammenhang bisher nicht. 

Derzeit gibt es 13 aktive Corona-Fälle auf der Insel. Allein vier davon wurden am Dienstag entdeckt, darunter bei zwei Passagieren eines Flugs, der vor einer Woche aus Kopenhagen kommend auf Grönland gelandet war. 

Es wird damit gerechnet, dass es in einem dieser Fälle um die ansteckendere Delta-Variante des Virus geht. Es wäre der erste Delta-Fall für Grönland.

Grönland hat rund 56.000 Einwohner. Die Insel ist weitgehend autonom, zählt aber offiziell zum Königreich Dänemark.

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