Großwildjäger Riaan Naude in Südafrika erschossen

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Riaan Naude war Großwildjäger und verdiente mit Jagd auf Wildtiere Geld. Nun wurde er in Südafrika selbst erschossen.

In Südafrika wurde ein berüchtigter Großwildjäger erschossen aufgefunden. (Symbolbild: Getty Images)
In Südafrika wurde ein berüchtigter Großwildjäger erschossen aufgefunden. (Symbolbild: Getty Images)

Er war ein berüchtigter Großwildjäger, in Afrika erlegte er etliche Wildtiere – Löwen, Elefanten, Giraffen, Zebras. Nun wurde Riaan Naude selbst Opfer einer Gewalttat. Der Trophäenjäger und Jagdunternehmer wurde in Südafrika erschossen.

Naude sei in der südafrikanischen Provinz Limpopo tot neben seinem Fahrzeug aufgefunden worden, berichtet die britische Zeitung "Metro". "Der Mann lag mit dem Gesicht nach oben und hatte Blut am Kopf und im Gesicht", zitiert das Blatt einen Sprecher der örtlichen Polizei.

Erschossen am Straßenrand

Polizisten hätten im Fahrzeug des Toten zwei Jagdgewehre, Kleidung, Whiskey und einen Schlafanzug gefunden, heißt es lokalen Medien zufolge. Die Polizei bestätigte, dass der 55-Jährige erschossen wurde. Das Motiv für die Tat ist nicht bekannt.

Nach Angaben der Non-Profit-Organisation Heritage Protection Group hatte Naude sein Auto am Straßenrand nahe der Stadt Mokopane abgestellt, weil der Motor überhitzt war. Dann habe ein weißer Geländewagen neben dem Wildjäger angehalten.

Zwei Männer seien aus dem Auto gestiegen, einer von ihnen habe den Jäger aus kurzer Distanz erschossen. Die Männer sollen eine von Naudes Waffen erbeutet haben. Ein Viehhirte hörte laut "Metro" einen Schuss und sah das Fahrzeug der mutmaßlichen Täter davonfahren.

Geschäft mit dem Tod

Riaan Naude stammte aus der Stadt Phalaborwa und war Chef von Pro Hunt Africa – eines Unternehmens, das sich eigenen Angaben zufolge auf "Jagd- und Öko-Safaris im nördlichen Teil Südafrikas" spezialisiert hat. "Den afrikanischen Traum" können sich hier offenbar Jäger und Nicht-Jäger erfüllen.

Kostspielig ist das Angebot besonders für die erste Kundengruppe. Für eine Jagd auf eine Giraffe berechnet die Firma ihrer "Preisliste" zufolge 1.250 Euro, ein Zebra kostet 850 Euro, ein Krokodil 2.000 Euro. Auch die so genannten "Big 5" – Löwen, Leoparden, Elefanten, Nashörner und Afrikanische Büffel – können die Jäger erlegen.

Auf der Webseite von Pro Hunt Africa und auf sozialen Netzwerken stellen sich viele Wildjäger mit ihrer Beute gern zur Schau. Auch Naude veröffentlichte immer wieder Fotos im Netz, auf denen er neben toten Wildtieren posiert.

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