Großwildjägerin: Ihre Fotos machen fassunglos

Antonia Wallner
·Freie Autorin

Die Großwildjägerin Tess Thompson Talley schockierte 2018 mit dem Bild einer seltenen Giraffe, die sie in Südafrika erlegte. Jetzt provoziert die Amerikanerin erneut – mit Arroganz und Ignoranz, die sprachlos machen.

Tess Thompson Talley ist stolz, eine Jägerin zu sein und seltene Tiere aus Spaß zu erlegen. (Bild: Facebook/Tess Thompson Talley)
Tess Thompson Talley ist stolz, eine Jägerin zu sein und seltene Tiere aus Spaß zu erlegen. (Bild: Facebook/Tess Thompson Talley)

Tess Thompson Talley ist Jägerin aus Leidenschaft. Sie ist stolz darauf, wilde Tiere zu erschießen und damit ihr Ego zu befriedigen. Auf ihrer Facebook-Seite zeigt sich die Amerikanerin neben den Kadavern von Kängurus und Antilopen.

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Sie tötete eine seltene Giraffe

Bekannt wurde Talley aber durch eine Giraffe. Eine wunderschöne und seltene Giraffe mit schwarz-geflecktem, schimmerndem Fell. Die 38-Jährige tötete das Tier bei einer Urlaubsreise in Südafrika. Mit nach oben gereckter Faust steht die Jägerin in Siegerpose neben dem wilden Tier, ihr Gewehr noch im Anschlag.

Das Bild ist von 2017, wurde aber erst letztes Jahr in den sozialen Netzwerken verbreitet. Eine afrikanische News-Seite wollte ein derartig bestialisches Freizeitvergnügen in der Öffentlichkeit bekannt machen – und postete die Fotos. Dazu schreiben sie: “Eine Amerikanerin und Neandertalerin kommt nach Südafrika und erlegt eine sehr seltene schwarze Giraffe. Ihr Name ist Tess Thompson Talley. Bitte teilen.“

Und das Netz folgte der Aufforderung. Allein der Tweet wurde über 50.000 Mal geteilt. Die Mehrheit ist erschüttert, tief traurig und voller Ekel vor soviel menschlicher Arroganz und Brutalität. “Keine Menschlichkeit”, “Feigling” oder “Schmor’ in der Hölle” lauten noch die netteren Kommentare. Talley ließen die Anfeindungen kalt. Damals verteidigte sie ihre Jagd und sprach von “Arterhaltung“. Die Giraffen sind auf der roten Liste der geschützten Tierarten. ihre Population ging in den letzten Jahren massiv zurück.

“Ich bin stolz, eine Jägerin zu sein“

Bis heute ist die Amerikanerin davon überzeugt, dass Tiere nur zu einem Zweck auf der Welt sind: Damit die Menschen sie zum Vergnügen abschießen können. Das erzählte die Texanerin dem US-Sender CBS in einem aktuellen Interview. Man sprach sie auch auf den getöteten Giraffenbullen an. Daraufhin lachte die Jägerin und betonte: "Er war köstlich."

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Als wäre das nicht schon perfide genug, präsentierte die 38-Jährige auch noch ihre Trophäen. Etwa den Waffenkoffer, den sie mit der Haut des erlegten Bullen bespannen ließ. Das prachtvolle seltene Giraffenfell ziert jetzt “Deko-Kissen“.

Doch Talley beharrt auf ihrem Hobby: "Ich bin stolz, eine Jägerin zu sein, ich bin stolz zu jagen und ich bin stolz, die Giraffe getötet zu haben."