Größter Vermieter Großbritanniens sorgt für Riesenskandal

Fergus Wilson steht derzeit unter Beschuss. (Bild: interTOPICS/ddp images)

Ein Vermieter avancierte über Nacht zu einem der meistgehassten Menschen Großbritanniens. Der Grund: Eine No-go-Liste von Wohnungsmogul Fergus Wilson offenbart, welche Bevölkerungsgruppen er nicht als Mieter akzeptiert – darunter Alleinerziehende, Opfer von häuslicher Gewalt und Klempner.

Die Empörung über Fergus Wilson, einen der einflussreichsten britischen Wohnungsanbieter, ist groß. Der 69-Jährige hatte an seine Mitarbeiter eine Liste ausgehändigt, auf der in insgesamt elf Punkten genauestens festgehalten ist, wen er als Mieter in Betracht zieht. Und wen nicht.

Der Mietmogul sorgte mit einer Anti-Mieter-Liste für Aufsehen. (Bild: interTOPICS/ddp images)

Wer alleinerziehend ist, ein niedriges Einkommen hat oder staatlichen Mietzuschuss bekommt, ist ebenso wenig ein Kandidat für eine Wohnung wie Raucher, Haustierbesitzer, Arbeitnehmer mit einem Null-Stunden-Vertrag oder Jugendliche unter 18 Jahren. Zudem will er niemanden in seinem Haus haben, der je Opfer häuslicher Gewalt wurde. Auch Klempner kann er nicht ausstehen! Obwohl diese Liste von einem Unbekannten ins Netz gestellt wurde und für einen Aufschrei sorgte, verteidigt der Multimillionär seine Prinzipien eisern.

Im Interview mit dem „Telegraph“ erklärte Fergus Wilson, er wolle nicht an Opfer häuslicher Gewalt vermieten, weil er befürchte, es könne erneut Ärger geben. Die Täter könnten wieder auftauchen, für Unruhe im Haus sorgen und letztlich wäre es sein Eigentum, das zu Bruch ginge. Er sei keinesfalls diskriminierend. „Wir haben nichts gegen Lesben oder Homosexuelle oder Menschen mit einer anderen Hautfarbe. Solange sie ihre Miete bezahlen können. Wir sind in diesem Geschäft, um Geld zu verdienen und deshalb treffen wir unsere Auswahl gemäß eines sinnvollen Business-Plans“, so seine Rechtfertigung.

ergus Wilson steht hinter seinen strengen Kriterien. (Bild: interTOPICS/ddp images)

Singles seien schlichtweg deshalb ausgeschlossen, weil er keine Ein-Zimmer-Wohnungen anzubieten hat. Mit Klempnern habe er in der Vergangenheit mehrfach schlechte Erfahrungen gemacht. Sie seien Betrüger und würden zu hohe Rechnungen ausstellen.

Wilson erklärt, andere Kollegen hätten dieselben harten Kriterien: „Wie vier von fünf andere Vermieter akzeptieren auch wir keine Niedriglöhner oder Menschen, die Mietzuschüsse bekommen.“ Er orientiere sich schlichtweg an Erfahrungswerten. „Wenn jemals eine Person mit rosafarbenen Socken mit der Miete in Rückstand gerät und regelmäßig zum Problem wird, dann würden wir irgendwann auch keine Wohnungen an Leute mit rosa Socken vermieten.“

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