Grundschule brennt komplett aus

Ermittler der Polizei begutachten die Trümmer der abgebrannten Grundschule. Foto: Philipp Schulze

Bei einem Großbrand in der Nacht ist eine Grundschule in Niedersachsen völlig zerstört worden. Die Polizei schätzte den Schaden in Echem bei Lüneburg am Mmorgen auf rund drei Millionen Euro, wie eine Sprecherin mitteilte.

Rund 130 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz, um den Brand zu löschen. Verletzt wurde niemand. In Niedersachsen sind zurzeit Osterferien. «Wir können weder eine technische Ursache noch Brandstiftung als Ursache ausschließen - die Ermittlungen laufen auf Hochtouren», hieß es von der Polizei am Morgen. Am Nachmittag zuvor war bereits in der Nähe ein Unterstand für Pferde auf einer Wiese niedergebrannt, wie der NDR berichtete. «Zumindest bei diesem ersten Feuer handelt es sich vermutlich um eine Brandstiftung», sagte Sprecherin Antje Freudenberg am Donnerstag in Lüneburg. Ob es einen Zusammenhang mit dem Feuer in der Grundschule gebe, sei aber noch unklar. Der Brand im Unterstand werde aber in die Ermittlungen mit einbezogen. Pferde kamen nicht zu Schaden.

Das Schulgebäude und die Sporthalle brannten komplett aus, am Morgen standen nur noch die Außenmauern und Teile des Dachstuhls. Kleine Rauchschwaden stiegen aus den Resten der Turnhalle auf. «Das ist eine Katastrophe», sagte ein älteres Ehepaar vor den Resten des roten Backsteinbaus. «Das war deine Schule, mein Liebling», erklärte eine Mutter ihrem Kind am Zaun.

Eine Anwohnerin hatte das Feuer gegen Mitternacht gemeldet. «Bei Eintreffen der Einsatzkräfte brannten das Schulgebäude und die dazugehörige Sporthalle bereits in vollem Ausmaß», sagte Sprecherin Freudenberg. Der Brand habe sich nach ersten Erkenntnissen aus zunächst ungeklärter Ursache im Heizungsraum entzündet, hieß es in der Nacht zunächst. Die Flammen hätten dann auch auf die angrenzende Turnhalle übergegriffen.

«Wir stehen hier jetzt mit einem Riesenproblem, der ganze Ort ist wie paralysiert», sagte Steffen Schmitter (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Echem mit rund 1000 Einwohnern. «Das wird für die Schüler schwer - hier ist alles weg», meinte Schmitter auch mit Blick auf über die Feiertage zurückgelassenes Eigentum. In Echem wurden zuletzt rund 60 Schüler und Schülerinnen unterrichtet. Doch nicht nur Schüler und Eltern seien betroffen. «Das ist auch ein großer Schlag für das soziale Leben im Dorf. Unsere Vereine nutzen die Halle und auch das Rote Kreuz.» Noch sei offen, wie es weitergehen soll.

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