Gruselige Verwechslung: Spedition lagert versehentlich Leichnam ein

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Eigentlich sollte das Speditionsunternehmen nur eine Wohnung räumen. Doch dabei unterlief den Möbelpackern eine gruselige Verwechslung.

Falsch gelagert: Beim Verstauen der ausgeräumten Möbel kam es zu der makaberen Verwechslung.
Falsch gelagert: Beim Verstauen der ausgeräumten Möbel kam es zu der makaberen Verwechslung. (Symbolbild: Getty)

Das Speditionsunternehmen aus Darmstadt war mit einer Wohnungsräumung beauftragt, eigentlich ein Standard-Job. Anfang Februar sollten sämtliche Gegenstände aus der Wohnung ausgeräumt und eingelagert werden. Dabei übersahen die Möbelpacker allerdings ein Detail. Unter den Einrichtungsgegenständen befand sich auch die Leiche eines Mannes.

Spediteure halten Leiche für Puppe

Den vollständig bekleideten Leichnam des 58-Jährigen hatten die Arbeiter für eine Art Reanimationspuppe gehalten, teilte Oberstaatsanwalt Robert Hartmann mit. Herausgekommen war der Irrtum, weil ein Gerichtsvollzieher die eingelagerten Einrichtungsgegenstände Mitte April noch einmal begutachten sollte. Der Gerichtsvollzieher hatte auch die ursprüngliche Räumung der Wohnung anordnen lassen. Bei der Evaluierung der Möbel entdeckte er dann die Leiche. Die Spedition verständigte daraufhin die Polizei.

Natürliche Todesursache vermutet

Die Verwechslung eines menschlichen Leichnams mit einer Puppe sei zwar schwer vorstellbar, "aber es scheint so gewesen zu sein", so Hartmann weiter. Der Verwesungszustand der Leiche sei inzwischen entsprechend weit fortgeschritten, nachdem sie zwei Monate eingelagert war. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung wurden nicht gefunden, die Todesursache ist bisher unbekannt. Die Obduktion habe aber ergeben, dass es sich tatsächlich um den Mieter der Wohnung gehandelt habe.

Die Spediteure haben außer dem Schock durch die Entdeckung nichts zu befürchten. Eine Störung der Totenruhe ist nur dann gegeben, wenn ein Vorsatz bestehe. Dieser liege aber hier nicht vor, bestätigte die Staatsanwaltschaft. "Für uns ist der juristische Vorfall damit abgeschlossen", erklärte Hartmann.

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