Guaidó nach eigenen Angaben von Mann in Venezuela mit Schusswaffe attackiert

Ein vermummter Mann soll Guaidó bedroht haben

Der venezolanische Oppositionsführer Juan Guaidó ist nach eigenen Angaben bei einer Demonstration im Westen des Landes von einem Mann mit einer Schusswaffe angegriffen worden. "Die Diktatur hätte mich heute ohne Zweifel töten können", sagte Guaidó am Samstag (Ortszeit) in einem in Online-Netzwerken veröffentlichten Video. Er machte paramilitärische Gruppen, die den umstrittenen venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro unterstützen, für den Vorfall in der Stadt Barquisimeto verantwortlich.

"Sie haben geschossen, aber das wird uns nicht zurückweichen lassen", fügte Guaidó hinzu. Auf einem von seinen Anhängern veröffentlichten Foto war ein vermummter Mann zu sehen, der neben einem Motorrad stand und eine Waffe gegen den selbsternannten Übergangspräsidenten richtete.

Ein Sprecher von Guaidó teilte mit, ein 16-jähriger Junge habe zu einem späteren Zeitpunkt eine Schussverletzung am Bein erlitten, er befinde sich aber in einem "stabilen Zustand". Rund 2000 Guaidó-Anhänger hatten den Angaben zufolge an der Demonstration teilgenommen. Die örtlichen Behörden von Barquisimeto sowie des Bundesstaates Lara äußerten sich zunächst nicht zu dem Vorfall.

Der 36-jährige Oppositionschef und Parlamentspräsident Guaidó hatte sich vor einem Jahr zum Übergangspräsidenten erklärt und wurde seither von mehr als 50 Staaten offiziell anerkannt. Trotz massiven Drucks der USA und der verheerenden wirtschaftlichen Lage in Venezuela hält sich der linksgerichtete Staatschef Maduro aber weiter an der Macht.