"Guardians of the Galaxy Vol. 2": Zoe Saldana wollte nicht Gamora sein

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Die drei erfolgreichen Film-Reihen "Avatar", "Star Trek" und "Guardians of the Galaxy" haben eines gemeinsam: Schauspielerin Zoe Saldana (38). "Ich habe eine Affinität für Science Fiction", erzählt sie im Interview mit spot on news am Set von "Guardians of the Galaxy Vol. 2". "Ich glaube, ich habe einen Rekord gebrochen. Was auch immer dieser war, ich habe ihn überboten", scherzt die 38-Jährige. Doch beinahe wäre es dazu nicht gekommen.

"Ich fühle mich im Weltraum wohl"

"Ich bin glücklich darüber, da ich schlichtweg auf mein Herz gehört habe", erklärt die Mutter von drei Söhnen. "Ich habe auf mein Bauchgefühl vertraut." Diesem Instinkt hat sie ihre Rolle als Gamora überhaupt erst zu verdanken. Denn ursprünglich wollte sie das Angebot ablehnen - sie musste regelrecht überzeugt werden. "Ich habe nur gedacht, wie viele Stunden sagen die für das Make-up voraus? Vier? Ich möchte das nicht machen", erinnert sich Saldana. Doch dann habe sie mit Regisseur James Gunn (46) gesprochen und ihre Meinung geändert.

"Wir haben uns nicht einmal persönlich getroffen, aber er war einfach so überzeugend. Ich liebte seine Leidenschaft und er wusste genau, was er wollte", schwärmt die Schauspielerin. Sie habe bereits an seiner Stimme erkannt, dass er Sternzeichen Löwe sei. "Ich liebe Löwen", so Saldana, deren Schwester ebenfalls Löwe ist.

Ihre Weltraum-Karriere war keineswegs geplant, wie sie verrät. Die Filme haben schlichtweg Fortsetzungen erhalten. Denn wenn man alle zusammenzähle, komme sie schon auf über zehn Sci-Fi-Streifen. In "Star Trek" spielte sie schon dreimal Nyota Uhura. Als Neytiri war sie bisher nur in "Avatar - Aufbruch nach Pandora" (2009) zu sehen, doch vier Sequels folgten bis 2025. Gamora hatte zwei Auftritte - Teil drei von "Guardians of the Galaxy" ist aber bereits bestätigt, zudem helfen die Wächter der Galaxie in Marvels "Infinity War" den Avengers aus. "Ich fühle mich im Weltraum wohl", sagt Saldana.

"Die Zuschauer haben mehr Macht, als sie meinen"

Neben ihrer Affinität zu Science Fiction repräsentiert Zoe Saldana auch Frauenpower. Sie sei glücklich darüber, dass Studios wie Marvel starke Frauencharaktere in ihren Filmen integrieren. "Am glücklichsten bin ich aber, wenn die Öffentlichkeit den Mund aufmacht", so die Schauspielerin. Frauen würden sich mittlerweile lautstark äußern, wie sie repräsentiert werden wollen. "Wir wollen bezahlt werden. Wir wollen Anerkennung, nicht nur für unsere Dienste vor der Kamera, sondern auch hinter den Kameras, als Drehbuchautorinnen, als Produzentinnen", erklärt Saldana.

Dieser Prozess möge zwar nicht so schnell von Statten gehen, wie sie sich das selbst wünsche, aber sie sehe die Entwicklung positiv. "Ich bin jemand, der das Glas stets halb voll sieht", sagt die 38-Jährige. Man könne die Schuld nicht nur den Studiobossen geben. Es stecke eine riesige Maschinerie dahinter. Das Publikum könne dies jedoch mit beeinflussen. Denn die Zuschauer haben laut Saldana mehr Macht, als sie meinen. Wenn man lautstark etwas kritisiere oder gar boykottiere oder seine Meinung öffentlich mache, dringe dies ihrer Meinung nach auch bis in die Vorstandsbüros durch.

Ab 27. April versprüht Zoe Saldana als Gamora in "Guardians of the Galaxy Vol. 2" Frauenpower in den deutschen Kinos.

Foto(s): Chuck Zlotnick © Marvel Studios 2017

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