Guardiola nach City-Aus: Klare Kante und "lächerliche" Ideen

Pep Guardiola hatte keine Lust auf Schönrederei. "Die bessere Mannschaft hat gewonnen. Wir haben nicht gut gespielt", sagte der Startrainer nach dem blamablen Aus von Manchester City im Viertelfinale des englischen Fußball-Ligapokals: "Wir waren nicht vorbereitet." Eine unfreiwillige Hauptrolle beim 0:2 (0:2) des Meisters beim Premier-League-Schlusslicht FC Southampton spielte der deutsche Ersatzkeeper Stefan Ortega.

Der Vertreter von Stammtorhüter Ederson, der im Sommer von Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld nach Manchester gewechselt war, stand in der 28. Minute viel zu weit vor seinem Tor. Stürmer Moussa Djenepo nutzte das eiskalt aus und überrumpelte Ortega aus 30 Metern.

Guardiola setzte bei der Kritik an seiner von Nationalspieler Ilkay Gündogan als Kapitän angeführten Elf anders an. "Wenn man nicht bereit ist, dieses Spiel zu spielen, kommt man immer einen Ticken zu spät und schießt kein Tor", sagte er. Der Spanier sprach von einem "schlechten Abend", eingeleitet durch den Treffer von Sekou Mara (23.).

Gündogan hoffte indes auf einen positiven Effekt durch die Niederlage. "Wenn wir aus diesem Spiel etwas Positives mitnehmen können, dann hoffentlich, dass es so etwas wie ein Weckruf zur richtigen Zeit war", sagte er.

Ohne Stars wie Erling Haaland und Kevin de Bruyne in der Startelf, die bereits drei Tage zuvor beim 4:0-Sieg in der dritten FA-Cup-Runde gegen den FC Chelsea geschont worden waren, setzten sich die Skyblues vor dem prestigeträchtigen Stadtderby unter Druck. In der Liga beträgt der Rückstand auf Tabellenführer FC Arsenal vor dem Duell am Samstag (13.30 Uhr/Sky) mit Manchester United bereits fünf Punkte. Guardiola kündigte Veränderungen an - mit ungewöhnlichen Worten: "Ich habe ein paar Ideen und Gedanken - lächerliche für ein Spiel gegen United."