Gute Dashcams gibt es schon ab 100 Euro

Das dritte Auge: Sogenannte Dashcams dürfen kurze Filmaufnahmen anlassbezogen speichern und können nach Unfällen bei der Schuldfrage helfen.

Aufnahmen aus sogenannten Dashcams können vor Gericht verwertet werden, wenn sie kurz und anlassbezogen ein Unfallgeschehen aufzeichnen. Gute Geräte gibt es ab etwa 100 Euro, zeigt ein Test.

Hamburg (dpa/tmn) - Rumms - da hat es auch schon gekracht. Bei Unfällen können Autofahrer zur Klärung der Schuldfrage unter Umständen auf Filme aus Mini-Kameras zurückgreifen.

Gute Modelle solcher Dashcams für die Windschutzscheibe gibt es ab etwa 100 Euro, zeigt ein Test von «Auto Bild» (Ausgabe 48/2019). Die Zeitschrift hat sieben Modelle von rund 90 bis rund 180 Euro unter die Lupe genommen.

Das teuerste Gerät hat die Nase vorn

Testsieger mit einem «Sehr gut» ist die Nextbase 422 GW für rund 180 Euro. Die Tester loben sie unter anderem für ihre einfache Bedienung, «hervorragende Aufnahmen» und die Sprachsteuerung mit Alexa. Auf dem zweiten Platz mit einem «Gut»: die rund 110 Euro teure Transcend Drivepro 230Q. Sie überzeugte mit ihren Aufnahmen sowie vielen Assistenzfunktionen und ist Preis-Leistungs-Sieger.

Dahinter kommt die Lamax T6 für rund 100 Euro auf den dritten Platz und wird wie noch ein weiteres Modell für rund 120 Euro mit «gut» bewertet. Positiv: kompakte Bauform und «solides Bild». Zwei Modelle zwischen rund 100 bis rund 160 Euro sind «befriedigend». Eines für rund 90 Euro ist nur «ausreichend», auch weil im Test eigentlich gesperrte Aufnahmen überschrieben wurden.

Was darf ich eigentlich aufnehmen?

Die Bilder aus den Dashcams hat der Bundesgerichtshof nur unter bestimmten Auflagen erlaubt. So etwa dürfen die Kameras nicht permanent aufzeichnen, sondern nur kleine Stücke filmen, die dann immer wieder automatisch überschrieben werden. Gespeichert wird so eine Schleife nur anlassbezogen, etwa auf Knopfdruck oder automatisch sensorgesteuert bei einem Unfall.