Hälfte der Weltbevölkerung unterliegt wegen Coronavirus Ausgangsbeschränkungen

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Menschenleere Straße in der thailändischen Hauptstadt Bangkok
Menschenleere Straße in der thailändischen Hauptstadt Bangkok

Mehr als 3,9 Milliarden Menschen weltweit und damit die Hälfte der Weltbevölkerung sollen derzeit wegen der Coronavirus-Pandemie zuhause bleiben. Diese Zahl ergibt sich aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP, die auf offiziellen Angaben beruht. In mehr als 90 Ländern der Erde sind demnach Ausgangssperren oder andere Maßnahmen in Kraft, die den Kontakt zwischen Menshen reduzieren sollen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen.

Thailand führt ab Freitag eine sechsstündige nächtliche Ausgangssperre von 22 bis vier Uhr morgens ein. Bei Verstößen drohen zwei Jahre Haft, teilten die Behörden am Donnerstag mit. In Thailand gibt es 1800 bestätigte Infektionen - das sind 80 Prozent mehr als vor einer Woche. Bis Donnerstag starben mindestens 15 Menschen an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

Saudi-Arabien weitete unterdessen seine Ausgangsbeschränkungen für Mekka und Medina aus. In den beiden heiligen Städten gilt ab sofort eine 24-stündige Ausgangssperre, meldete die amtliche Nachrichtenagentur SPA. Bislang galt dort eine 15-stündige Ausgangssperre. Das Land zählt laut Gesundheitsministerium 21 Todesopfer und 1885 bestätigte Infektionen.

Ob die muslimische Pilgerfahrt, der Hadsch, wie geplant Ende Juli stattfinden kann, ist noch unklar. Im vergangenen Jahr reisten 2,5 Millionen Gläubige aus aller Welt zu den heiligen Stätten des Islams.