Wie häufig "kommen" ist gesund? - TV-Aufklärung zur Primetime

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Die Sexualpädagogin Julia Henchen zeigt ihren Followern in den sozialen Medien, wie man eine Vulva mit einem Sextoy stimuliert. (Bild: ZDF / Denise Dismer)
Die Sexualpädagogin Julia Henchen zeigt ihren Followern in den sozialen Medien, wie man eine Vulva mit einem Sextoy stimuliert. (Bild: ZDF / Denise Dismer)

Was passiert eigentlich im Körper beim sexuellen Höhepunkt? Eine Dokumentation bei 3sat klärt darüber auf - zur besten Sendezeit am Donnerstagabend. Warum auch nicht!

Sie gelten als gesundheitsförderlich. Und sie sollen sogar Krankheiten vorbeugen: Orgasmen. Gleich mehrere Studien belegen das. So wird nachgewiesen, dass sich bei Mann und Frau nach dem Orgasmus eine erhöhte Anzahl von Immunglobulinen in Blut und Speichel nachweisen lässt. Zudem bewirkt das Hormon Oxytocin eine tiefere Entspannung. In der Folge erhöht sich die Regeneration des Körpers. Schade aber ist, nicht jeder erlebt den Genuss dieses "neuronalen Feuerwerks" im Gehirn. Lebt man deshalb womöglich "ungesünder"? Im Film "WissenHoch2: Orgasmus - das höchste der Gefühle" von Kristina Forbat und Denise Dismer, der am Donnerstag, 10. Juni, 20.15 Uhr, erstmals bei 3sat zu sehen ist, klären Wissenschaftler unter anderem auf über Sinn und Wirkungskraft eines Orgasmus im menschlichen Körper. Die Frage aller Fragen wird dabei auch geklärt: Wie häufig "kommen" ist denn nun gesund?

An der Universität Wien beispielsweise erkundet die Evolutionsbiologin Prof. Mihaela Pavličev den Sinn des weiblichen Orgasmus. Die Expertin sagt: "Einerseits ist er für den Fortpflanzungserfolg nicht erforderlich, und andererseits ist der Orgasmus-Reflex zu komplex, um bloß ein evolutionärer Unfall zu sein." Sie spricht unter anderem von einem "Orgasm-Gap." Um diese Lücke im biologischen Wissen zu schließen, untersucht sie die Anatomie weiblicher Säugetiere. Ihre Erkenntnisse über die Entwicklung der weiblichen Geschlechtsteile sollen dabei helfen, den Geheimnissen eines freudigen Höhepunktes näherzukommen.

Im Anschluss an die Wissenschaftsdokumentation am Donnerstagabend bleibt 3sat bei einem verwandten Thema. Ab 21 Uhr diskutiert Gert Scobel unter anderem mit dem ersten deutschen Professor für Männergesundheit, Frank Sommer, darüber, ob die Qualität von Sexualität mit den neuen Freiheiten zugenommen hat.

Frank Sommer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit, zeigt Übungen, wie sich der Orgasmus trainieren lässt. (Bild: ZDF / Kristina Forbat)
Frank Sommer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit, zeigt Übungen, wie sich der Orgasmus trainieren lässt. (Bild: ZDF / Kristina Forbat)