"Was zur Hölle?": Gutierrez erinnert sich an Mega-Crash mit Maldonado

Juliane Ziegengeist

Beim Formel-1-Grand-Prix in Bahrain 2014 sorgte Pastor Maldonado für den Schreckmoment des Rennens: In der 41. von 57 Runden crashte er nach einem überambitionierten Bremsmanöver mit Esteban Gutierrez und katapultierte diesen in die Luft. Sein Sauber stand kurzzeitig Kopf und prallte schließlich unsanft auf den Asphalt.

Im Podcast 'F1 Nation' ruft sich Gutierrez die spektakuläre Szene von vor sechs Jahren noch einmal ins Gedächtnis: "Es war eine unglaubliche Überraschung, denn ich hatte es in keinster Weise kommen sehen. Pastor war genau in meinem toten Winkel."

Das Schwierigste sei die Landung gewesen. "Es war ein Härtetest für das Monocoque. Ich spürte den Aufprall vor allem im unteren Bereich meines Rückens", verrät Gutierrez. "Wenn das Monocoque den Boden berührt, geht in dem Moment jede Menge Energie durch deinen Körper. Es war schon etwas schmerzhaft zu dem Zeitpunkt."

Glücklicherweise passierte aber nichts Schlimmeres. Der Sauber-Pilot konnte ohne größere Verletzungen aus seinem Wagen steigen. Der Unfall blieb ihm dennoch im Gedächtnis: "Ich kann mich noch erinnern, was ich in meinen Helm geschrien habe: Was war das? Ich war so überrascht, dass ich mich fragte, was zur Hölle gerade passiert."

Maldonado schaffte es damals zwar, dem fliegenden Gutierrez mit seinem Lotus auszuweichen und weiterzufahren. Für ihn hatte der Crash dennoch ein Nachspiel. Er kassierte noch während des Rennens eine 10-sekündige Durchfahrtsstrafe.

Außerdem musste der Venezolaner anschließend zum Rapport bei der Rennleitung antreten. Für den nächsten Grand Prix in Schanghai wurde er in der Startaufstellung um fünf Plätze strafversetzt. Zudem gab es noch drei Strafpunkte auf sein persönliches Sündenkonto. Das Rennen in Bahrain beendete Maldonado übrigens als 14.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.