Hören Sie das wilde V12-Geschrei des Aston Martin Valkyrie in Silverstone

feedback@motor1.com (Stefan Wagner)
Aston Martin Valkyrie Silverstone

So heroisch klingen 1.176 PS

Der Aston Martin Valkyrie ist ein neuer Schlag von Hypercar, der die einstigen Könige - Ferrari LaFerrari, McLaren P1 und Porsche 918 Spyder - relativ alt aussehen lässt. Das Design des Über-Aston ist genauso wild und abgefahren wie seine Leistungsdaten. Außerdem kostet er knapp drei Millionen Euro. Das ist meilenweit entfernt von allem, was die Briten bisher angeboten haben und zugegebenermaßen auch deutlich teurer als erwähnte Hypercar-Dreifaltigkeit aus Maranello, Zuffenhausen und Woking. Das Video, das Sie oben in diesem Artikel sehen können, zeigt einen voll funktionsfähigen Valkyrie-Prototyp bei ein paar Show-Runden in Silverstone. Der Event fand irgendwann diesen Monat statt und diente als Demo-Veranstaltung für Kunden. 

Noch mehr Valkyrie

Das Video gibt einen guten Eindruck von der brachial schreienden Klangkulisse des Straßen-Rennwagens, obwohl er in diesem Fall eher gemächlich auf der Strecke unterwegs ist. Für den Antrieb des Valkyrie sorgt ein frei saugender Cosworth-V12 der 1.000 PS produziert. Zwei zusätzliche Elektromotoren erhöhen die Systemleistung auf 1.176 PS und 900 Nm. 

Laut Aston ist der Valkyrie das schnellste straßenzugelassene Auto der Welt. Die maximale Leistung liegt bei schwindelerregenden 10.500 U/min an. Maximal dreht der Motor 1.100 Touren. Das Gewicht wird mit lediglich 1.030 Kilo angegeben.

Der Weg des Valkyrie von einer kühnen Idee zur Serienreife war ein langer. Aston Martin präsentierte das Auto vor etwa zwei Jahren. Im Juli 2019 zeigten die Briten das Hypercar der Öffentlichkeit erstmals fahrend während eines Events, der ebenfalls in Silverstone stattfand. Dieser Valkyrie trägt die gleiche schwarz-rote Kriegsbemalung wie die Formel1-Autos von Red Bull Racing. Das Projekt entspringt einer Kollaboration zwischen Aston und dem Rennstall. 

Aston Martin limitiert die Produktion des Valkyrie auf 175 Exemplare. Trotz des horrenden Preises gab es laut den Briten wohl "350 ernstaft Interessierte". Eine nochmals nachgeschärfte, rein für die Rennstreckennutzung gedachte Variante namens Valkyrie AMR Pro wird es ebenfalls geben. Diese ist auf 25 Stück limitiert. Sollten Sie gehofft haben, eines dieser Gefährte für Ihre Sammlung abstauben zu können, müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass auch hier bereits alle Slots reserviert sind.