Haas verpasst Viertelfinale in München

Tommy Haas hat auf seiner Abschiedstournee beim Turnier in München das Viertelfinale verpasst. Foto: Herbert Neubauer

Die Abschiedstournee von Tommy Haas bei den BMW Open in München ist schon vor dem Viertelfinale beendet. Der 39 Jahre alte Tennis-Oldie unterlag in seiner letzten Partie auf dem Gelände des MTTC Iphitos Jan-Lennard Struff klar mit 4:6, 5:7.

Haas, mittlerweile nur noch die Nummer 455 der Welt, zog sich nach seinem vorzeitigen Aus noch auf dem Center Court stilecht eine bayerische Lederhose an und winkte dem Publikum zum Abschied.

Der an Nummer sieben gesetzte Struff bekommt es im Viertelfinale des mit 540 310 Euro dotierten Sandplatz-Turniers entweder mit Deutschlands derzeit bestem Tennisspieler Alexander Zverev oder Jeremy Chardy aus Frankreich zu tun.

Den Einzug ins Viertelfinale machte ebenfalls Qualifikant Yannick Hanfmann perfekt. Der Karlsruher bezwang den an Nummer acht gesetzten Brasilianer Thomaz Bellucci nach einer starken Vorstellung mit 7:6 (7:5), 4:6, 7:5 und trifft nun auf den an Nummer zwei gesetzten Roberto Bautista Agut aus Spanien.

Haas erwischte einen schlechten Auftakt und musste gleich sein erstes Aufschlagspiel an Struff abgeben. Der Weltranglisten-48. aus Warstein beschäftigte seinen 39 Jahre alten Kontrahenten immer wieder mit der Vorhand. Ein Rückhandfehler von Haas besiegelte den ersten Durchgang. Die frühere Nummer zwei der Welt fand dann besser in die Partie, während sich Struff einige Konzentrationsfehler leistete.

Am Ende hatte Haas seinem jüngeren Kontrahenten aber nicht genug entgegenzusetzen. Mit einem Ass machte der 27-Jährige das Aus des gebürtigen Hamburgers perfekt.

Seine Tour der Überraschungen setzte indes Hanfmann fort. Der Qualifikant, der vier Jahre auf einem College in den USA gespielt hat, bezwang den an Nummer acht gesetzten Bellucci. «Bellucci auf Sand zu schlagen, da muss ich schon ein gutes Match geliefert haben. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so gut über drei Sätze gespielt zu haben», sagte der verblüffte Hanfmann.

Vor allem im letzten Durchgang bewies er beim Stand von 4:5 starke Nerven, als er mit einem Break zurück ins Match fand. «Es ist ein bisschen surreal, hier auf der Pressekonferenz zu sitzen. Nach dem Matchball war das alles Wahnsinn», sagte Hanfmann. Sein persönliches Tennis-Märchen will er nach einem Tag Pause fortschreiben.

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