"Haben alle das gleiche Problem": Gottschalk, Jauch und Pocher gründen "Quarantäne-WG"

teleschau
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"Haben alle das gleiche Problem": Gottschalk, Jauch und Pocher gründen "Quarantäne-WG"

Vermutlich wird man irgendwann in einer fernen Zukunft nicht glauben können, dass es so etwas damals, in diesem verrückten Jahr 2020, tatsächlich einmal gab: Ab Montag hat RTL die tägliche Live-Sendung "Die Quarantäne-WG - Willkommen zuhause!" im Programm - mit Günther Jauch, Thomas Gottschalk und Oliver Pocher.

Das nennt man wohl aus der Not eine Tugend machen: RTL startet am Montag, 23. März, 20.15 Uhr, ein Fernsehformat, das aufgrund der besonderen Konstellation TV-Geschichte schreiben dürfte: Unter dem Titel "Quarantäne-WG - Willkommen zuhause!" finden sich keine Geringeren als Günther Jauch, Thomas Gottschalk und Oliver Pocher zusammen, um, so der Sender am Sonntagnachmittag, "vorerst täglich" zur besten Sendezeit eine Stunde lang miteinander sowie mit prominenten Überraschungsgästen über ihren Alltag und die aktuelle Situation im Corona-Ausnahmezustand zu parlieren. Aber der Titel ist dann doch ein wenig übertrieben, denn natürlich sind die drei nicht wirklich zusammengezogen, sondern es handelt sich um eine rein virtuelle WG: Gottschalk, Jauch und Pocher sind per Video-Chat miteinander verbunden. Damit die Wohnzimmer-Schalte auf Dauer nicht zu dröge wird, können auch die Zuschauer daheim mitmachen: In den sozialen Medien kann man sich unter dem Hashtag #QuarantäneWG mit Fragen einbringen.

RTL überschlägt sich derzeit mit Meldungen aus dem Kuriositätenkabinett: Nachdem Florian Silbereisen für Xavier Naidoo in die "DSDS"-Jury nachrückte, findet man die "Quarantäne-WG" nun schon nicht mehr ganz so verrückt. "Corona, Quarantäne, Ausgangsbeschränkungen - in dieser Welt, die es vorher noch nie gab, macht RTL eine Sendung, die es noch nie gab. Not macht erfinderisch - Corona auch", lassen die ideenreichen Kölner wissen.

"Wir alle sind momentan zu Hause in derselben Situation und stellen uns dieselben Fragen. Also hilft es uns vielleicht allen, wenn wir uns dem gemeinsam stellen", vermelden die drei WG-Promis. Sie wollen wissen: "Wie geht es euch? Wie geht ihr mit der Situation um? Könnt ihr dem Ausnahmezustand auch etwas Positives abgewinnen?" Es soll dabei "informativ, ernst und lustig zugleich zugehen", teilt RTL mit. "Es geht um die nie dagewesene, beängstigende gesundheitliche und wirtschaftliche Situation, die Sorgen und Nöte der Menschen und ihre Fragen." Aber klar sei auch, dass die Unterhaltung nicht zu kurz kommt - frei nach dem Motto, so RTL: "Humor ist, wenn man trotzdem lacht."

Oliver Pocher, der wie zuvor schon seine Frau Amira positiv auf Corona getestet wurde, ließ seine Fans bereits via Instagram an der frohen Kunde teilhaben, worauf ihm ein User prompt augenzinkernd schrieb: "Vielleicht solltest du einen eigenen Kanal im Fernsehen aufmachen." Der Tenor der Follower nahm die Nachricht jedoch geradezu euphorisch auf - humorvolle Abwechslung ist den meisten in diesen Tagen offenbar sehr willkommen.

"Wir leben gerade in ganz besonderen Zeiten, es passieren Sachen, die wir sonst noch nie mitgemacht haben. Und ich weiß, was es heißt, als Corona-Patient gelangweilt zu Hause zu sitzen", sagt Oliver Pocher. "Deswegen freue ich mich auf die 'Quarantäne-WG'". Natürlich, versichert auch er, werde das Trio "nicht wirklich zusammenziehen - das wäre zu gefährlich".

Günther Jauch betont: "Die Menschen müssen zusammenhalten, indem sie nicht zusammen sind. Millionen kommunizieren deshalb hauptsächlich digital miteinander." So sei die Idee der "Quarantäne-WG" entstanden. Natürlich gibt auch Thomas Gottschalk seinen scharfen Senf dazu: "Obwohl mir klar ist, dass beim Casting unter meinem Namen 'Vertreter Risikogruppe' stand, freue ich mich auf dieses TV-Experiment", witzelt er. Er "glaube nämlich daran, dass Fernsehen nicht nur Begierden erwecken darf, sondern auch Bedürfnisse erfüllen muss". Gottschalk: "Jetzt heißt es: zusammenrücken und zeigen, dass wir alle in einem Boot sitzen. Keiner in unserer WG passt wirklich zum anderen, aber wir haben alle das gleiche Problem. Wir müssen damit genauso fertig werden wie unsere Zuschauer und wissen genauso wenig, wie das geht."