Halbjahresbilanz - Stimmung in der Chemie-Industrie bessert sich

Die Chemie- und Pharmabranche gehört zu Deutschlands größten Branchen.<span class="copyright">Jan Woitas/dpa</span>
Die Chemie- und Pharmabranche gehört zu Deutschlands größten Branchen.Jan Woitas/dpa

Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie fährt ihre Anlagen langsam wieder hoch. Doch weiterhin drücken hohe Preise für Energie und bürokratische Hemmnisse das Geschäft.

Deutschlands Chemie-Industrie blickt etwas zuversichtlicher in die Zukunft. Das erste Halbjahr sei besser als erwartet verlaufen, berichtet der Branchenverband VCI in Frankfurt. Damit halte man an den Prognosen für das Gesamtjahr unverändert fest. Danach sollen der Umsatz 2024 um 1,5 Prozent und die Produktion um 3,5 Prozent steigen.

Im ersten Halbjahr sinkt Umsatz leicht

In den ersten sechs Monaten sind die Erlöse vor allem wegen der um vier Prozent gesunkenen Erzeugerpreise um ein Prozent auf 112 Milliarden Euro zurückgegangen. Gleichzeitig stieg die Produktion dank wieder anziehender Bestellungen um drei Prozent. Viele Anlagen sind aber immer noch nicht so stark ausgelastet wie vor der Corona-Krise.

„Es gibt einen Silberstreif, aber von einem stabilen Aufwärtstrend kann keine Rede sein“, sagt VCI-Präsident Markus Steilemann. „Die leichten Anzeichen der Erholung sind kein Grund zum Jubeln. Wir erwarten zwar, dass sich die Auftragslage im Jahresverlauf verbessert.“ Doch Steilemann ermahnte die Politik: Die leichte Entspannung „dürfe den Blick auf die Standortprobleme nicht verstellen“: Dazu zählten hohe Energiepreise und Bürokratie.

Chemie-Branche erzielt 230 Milliarden Euro Umsatz

Die deutsche Chemieindustrie erzielte im Jahr 2023 Umsätze von 230 Milliarden Euro. Das war ein Minus von zwölf Prozent zum Vorjahr mit Erlösen von 261 Milliarden Euro. Laut dem Verband der Chemischen Industrie beschäftigte die Branche Mitte 2023 rund 477.000 Mitarbeiter.

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