Halle Berry sagt, ihr Aussehen habe sie „nicht vor Enttäuschungen bewahrt“

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Halle Berry wird von vielen als eine der schönsten Frauen der Welt angesehen. Das heißt allerdings nicht, dass sie dies „im Leben vor Enttäuschungen“ bewahrt hat.

Halle Berry bei den Oscars 2021 in Los Angeles (Bild: Chris Pizzello-Pool/Getty Images)
Halle Berry bei den Oscars 2021 in Los Angeles (Bild: Chris Pizzello-Pool/Getty Images)

Die 55-jährige Schauspielerin sprach mit der New York Times über ihren neuen Film Bruised, mit dem sie auch ihr Regiedebüt feiert. Sie erzählte unter anderem, was sie mit ihrer Figur gemeinsam hat. Der Film zeigt Jackie, eine ehemalige MMA-Kämpferin, die sich nun wieder um ihren sechsjährigen Sohn kümmert, nachdem sie ihn als Baby verlassen hatte. Und es gibt durchaus Teile von Jackies Story, mit denen sich Berry identifizieren kann.

„Das ist ein weiterer Kampf, den ich mein ganzes Leben lang gekämpft habe. Dass mir angeblich, weil ich ein bestimmtes Aussehen habe, Härte im Leben erspart geblieben ist. Ich habe Verluste und Schmerz erlebt und wurde in meinem Leben häufig verletzt. Ich wurde in meinem Leben missbraucht“, erklärte sie und spielte damit auf die häusliche Gewalt an, die sie in einer früheren Beziehung erfahren musste. „Es frustriert mich ziemlich, wenn Leute denken, dass ich keine dieser Erfahrungen aus dem echten Leben hatte, weil ich ein bestimmtes Aussehen habe. Ich hatte sie nämlich durchaus.“

Berry fuhr fort: „Es hat mich nicht vor Liebeskummer oder Herzschmerz oder vor Momenten der Angst oder Tränen bewahrt, glaubt mir.“

Ich verstehe, wie es ist, zu kämpfen und nicht gehört zu werden

Die Oscar-Preisträgerin kämpfte darum, den Film zu machen und die Hauptrolle darin zu übernehmen, nachdem Blake Lively diese abgelehnt hatte.

„Ich habe es geliebt, denn Kämpfen ist etwas, mit dem ich sehr viel persönliche und berufliche Erfahrung habe. Ich verstehe, wie es ist, zu kämpfen und nicht gehört zu werden“, teilte Berry. „Ich verstehe das Trauma im Leben, das zur Folge hat, dass man kämpfen will, kämpfen muss.“

Sie fügte hinzu: „Ich weiß, wie es ist, als schwarze Frau an den Rand gedrängt zu werden. Ich verstehe die Wut, den Groll, die Angst und die Frustration, die das alles mit sich bringt. Wenn ich das alles in einen Film einfließen lassen könnte, all diese Dinge, die ich so gut kenne, dann könnte ich eine Figur schaffen, die nicht nur realistisch ist, sondern in der sich auch Frauen verschiedener Herkunft wiedererkennen.“

Bruised wird ab 24. November bei Netflix zu sehen sein.

Taryn Ryder

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