„Haltungsproblem“: Bundeswehrverband ist über von der Leyens Vorwürfe „entsetzt“

SPD-Politiker Rainer Arnold fordert sogar eine Entschuldigung der Ministerin.

Der Bundeswehrverband und Oppositionspolitiker haben empört auf die Vorwürfe von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gegen die Bundeswehr im Zusammenhang mit dem rechtsextremen Offizier reagiert. „Das kann keiner nachvollziehen, wie sich eine Ministerin jetzt sozusagen auf die Tribüne verabschiedet und über ihre Mannschaft urteilt“, sagte Verbandschef André Wüstner „MDR Aktuell“ am Montag. Das sei „unglaublich“.

Rainer Arnold, verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, forderte eine Entschuldigung von der Leyens bei der Bundeswehr.

„Haltungsproblem“ und „Führungsschwäche“

Die CDU-Politikerin hatte die Streitkräfte scharf kritisiert. „Die Bundeswehr hat ein Haltungsproblem, und sie hat offensichtlich eine Führungsschwäche auf verschiedenen Ebenen“, sagte sie am Sonntag im ZDF.

Von der Leyen ist seit 2013 als Verteidigungsministerin Vorgesetzte der deutschen Soldaten. In einem offenen Brief an die Angehörigen der Bundeswehr schrieb sie, dass die jüngsten Skandale in der Truppe keine Einzelfälle mehr seien.

Kritik von der Leyens nur schwer vermittelbar

Wüstner sagte der „Augsburger Allgemeinen“: „Politiker an Bundeswehrstandorten, Menschen aus der Bundeswehr und Angehörige, viele Soldaten im Auslandseinsatz - alle sind über diese Verallgemeinerungen entsetzt.“ Wie solle man das einem Soldaten, der...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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