Hamburg historisch: Der Tag, an dem in Santa Fu die große Revolte ausbrach

Ein banaler Streit endete 1990 in einem viertägigen Gefängnisaufstand.

Es begann ganz banal mit einem Fernseher. Den wollte Serienbankräuber Michael J. unbedingt für seine Zelle in „Santa Fu“, bekam ihn aber nicht. Und es endete mit einer viertägigen gewalttätigen Gefangenrevolte, die es so im deutschen Nachkriegs-Strafvollzug noch nicht gegeben hatte.

Er war der „Donnerstagsräuber“. Zwischen 1985 und 1986 überfiel der zur Tatzeit 35-jährige Michael J. in Hamburg, Hannover und Ulm sieben Banken und erbeutete jeweils an einem Donnerstag insgesamt umgerechnet 75.000 Euro.

In einem Gespräch mit der MOPO schwadronierte der Verbrecher vor der Revolte im Gefängnis, dass er eigentlich ein „Gentleman-Räuber“ sei, der niemandem etwas zuleide getan hätte. Einmal flüchtete er nach einem Banküberfall in der City ins Alsterhaus, zog sich auf der Toilette um und trank dann bei „Mövenpick“ erst mal in Ruhe Kaffee. Nach Ende der Großfahndung stieg er dann in seinen Sportwagen und fuhr erst mal nach München.

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Doch wie fast alle Verbrecher war J. eben nicht so gut, wie er selbst glaubte. Er wurde geschnappt und bekam 13 Jahre  Knast...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo