Hamilton trägt besonderes Outfit in Saudi Arabien

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Hamilton trägt besonderes Outfit in Saudi Arabien
Hamilton trägt besonderes Outfit in Saudi Arabien

Vor allem optisch hat Weltmeister Lewis Hamilton in Saudi Arabien ein Zeichen gesetzt.

Beim höchst umstrittenen Formel-1-Rennen in Dschidda lief der Brite mit Friedenstauben auf der Hose und zum Himmel gestreckten Händen auf dem Shirt auf.

Auf der PK meinte Hamilton: „Der Sport kann die Aufmerksamkeit für Menschenrechte in diesen Ländern erhöhen.“

Hamilton kritisch: „Der Sport muss mehr tun“

Auf die Frage, ob er sich in Saudi-Arabien wohl fühle, äußerte er: „Ich kann das nicht wirklich sagen. Ich habe aber nicht die Wahl getroffen, hier zu sein. Der Sport hat das getan. Klar ist: Es muss sich etwas verändern. Der Sport muss mehr tun.“

Man darf gespannt sein, ob es in Saudi Arabien im Gegensatz zum Katar-Rennen größere Proteste oder Statements der Fahrer geben wird. Hamilton fuhr in Doha immerhin mit einem Regenbogen-Helm.

Am ersten Formel-1-Rennen in Saudi-Arabien, dem bislang größten Sportereignis des Landes, mangelte es im Vorfeld keineswegs an Kritik. 

Kritik an F1-Rennen in Saudi Arabien

Amnesty International weist auf die „äußerst besorgniserregende Menschenrechtsbilanz“ Saudi-Arabiens hin, beklagt das Vorgehen gegen Aktivisten - und natürlich die „berüchtigte Ermordung“ des Regimekritikers Jamal Khashoggi.

2019 zählte die Organisation 184 Hinrichtungen, teils öffentlich vollstreckt. Hinzu kommt die Unterdrückung von Dissidenten, Menschenrechtsaktivisten und Geistlichen. 

Die Duldung von Homosexualität, Religionsfreiheit und Gleichberechtigung seien „stark gefährdet bis nicht vorhanden“. Wanderarbeitnehmer berichteten von Missbrauch und Ausbeutung. Wie passt das zur Formel 1, die sich bei jedem Rennen mit dem Slogan „We Race As One“ für Gleichheit einsetzt? 

Die Verträge der Rennserie mit Katar und Saudi-Arabien enthielten Garantien, dass die Länder die Menschenrechte in allen Aspekten ihrer Verbindung mit dem Sport respektieren müssten, sagte Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali unlängst der BBC.

Bei Missachtung habe man das Recht, den Vertrag aufzuheben. Jedoch, betonte der Italiener, werde „das Rampenlicht, das wir mitbringen, für den Willen und die Wünsche zur Veränderung von Vorteil sein“.

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