Handball: In Melsungen platzt der Pokal-Traum der Füchse

Kassel. Sie konnten es nicht fassen, blickten ratlos drein und schlichen letztendlich tief enttäuscht vom Feld. Drüber reden wollte bei den Füchsen Berlin kaum einer. Über dieses 30:33 (16:14) im Pokal-Viertelfinale am Dienstagabend bei der MT Melsungen. Denn das vierte Final Four im DHB-Pokal, es blieb das, was es vor der Partie war: ein Traum. Dabei wäre die Pleite für den Berliner Handball-Bundesligisten durchaus vermeidbar gewesen.

Hatten die Füchse Melsungen am vergangenen Donnerstag in der Bundesliga doch noch souverän geschlagen (28:22). Im Pokal aber standen sich beide Mannschaften erst einmal gegenüber. Damals im April 2014, als die Berliner im Halbfinale gegen Melsungen siegten – und einen Tag später den Pokal holten. Der Wunsch, diesen Triumph zu wiederholen, er war groß in der Hauptstadt.

Kapitän Hans Lindberg macht die ersten sechs Tore in Eigenregie

Den Füchsen war also von der ersten Sekunde an anzumerken, worum es an diesem Abend vor 4168 Zuschauern in der Rothenbach-Halle in Kassel ging. Sie begannen stark, konzentriert und machten wenige bis gar keine Fehler. In den ersten zehn Minuten lieferte aber vor allem einer ordentlich ab: Hans Lindberg. Der Kapitän machte gleich sechs Tore (war mit insgesamt zwölf Toren bester Werfer der Partie), bescherte den Berlinern eine frühe Vier-Tore-Führung (7:3/10. Minute) und stellte damit sogar Torhüter Dejan Milosavljev in den Schatten, der das Spiel mit einer ansehnlichen Doppelparade eröffnet hatte.

„Wir haben gesehen, dass uns de...

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