Harmonie in Hannover: Merkel gönnt sich mit Abe das Gegenstück zum Trump-Besuch

Freundschaftlich mit viel Inhalt: Das Treffen der Regierungschefs in Deutschland.

Angela Merkel hat nicht Twitter gewählt, um ihr erstes Treffen mit US-Präsident Donald Trump zu verarbeiten. Sie hat den japanischen Präsidenten getroffen. Es war ein Zufall: Japan ist Gastland der Computermesse Cebit, die in Hannover an diesem Wochenende eröffnet wurde. Aber es war ein passender Zufall, eine Möglichkeit, Trump indirekt etwas entgegenzusetzen, etwas eleganter als der US-Präsident, der Merkel nach ihrer Abreise via Twitter hintermaulte, Deutschland gebe zu wenig Geld für Verteidigung aus.

Freihandel im Vordergrund

Ausdrücklich betonte Merkel am Montag bei einem gemeinsamen Pressetermin mit Shinzo Abe in Hannover, die „vielen gemeinsamen Interessen und gemeinsamen Grundlagen“ und schob ein Thema in den Vordergrund, bei dem es mit der neuen US-Regierung mit die größten Differenzen gibt: den Freihandel. In einer digitalisierten Welt sei es wichtig, dass nicht nur Dinge miteinander vernetzt würden, sondern auch die Staaten miteinander kooperierten. „Das bedeutet Freihandel ohne Barrieren“, sagte Merkel fröhlich. Jedenfalls werde man das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan mit aller Kraft unterstützen. Eine gemeinsame Erklärung der G20-Finanzminister wäre am Wochenende fast am Widerstand der USA beim Thema Freihandel gescheitert. Trump beschwert sich, die USA würden in der Handelspolitik von seinen Partnern „sehr sehr unfair behandelt“ und hat nicht nur das zwischen EU und den USA geplante Freihandelsabkommen TTIP gestoppt, sondern erwägt auch die Einführung...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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