Hasst ihr Image als Spielerfrau: Simone Mecky-Ballack bricht bei "Promi Big Brother" in Tränen aus

Jürgen Winzer
·Lesedauer: 5 Min.

An Tränen ist man nach erst drei Tagen bei "Promi Big Brother" (SAT.1) bereits sattsam gewöhnt. Und an das Gezeter von "Rumpelstilchen" Senay Gueler auch. Diesmal klangen aber zu all dem noch ganz andere Schlotzgeräusche durchs Gehölz.

Hasst ihr Image als Spielerfrau: Simone Mecky-Ballack bricht bei "Promi Big Brother" in Tränen aus
Hasst ihr Image als Spielerfrau: Simone Mecky-Ballack bricht bei "Promi Big Brother" in Tränen aus

Auch im Luxus kann man leiden! Das erfuhren die Zuschauer von "Promi Big Brother" durch Simone Mecky-Ballack und durch Sascha Heyna, der "mal wieder eine dumme Frage" stellen musste: Wie ist das so als Spielerfrau? Da brachen bei Frau Ex-Ballack die Dämme, denn sie leidet unter dem "doofen Image". "Es ist ja nicht so, dass man den ganzen Tag nur rumchillt", führte sie weinend in den tröstenden Armen von Kathy Kelly aus, "Es wird ja auch nie über die 'Schauspielerfrau' oder die 'Sängerfrau' geschrieben." Gemein, fand sogar Ballermannhero Ikke Hüftgold: "Eine so tolle Frau auf ein Anhängsel zu reduzieren, ist unfair." Allerdings, das gestand Simone schon, als die Tränen getrocknet waren: "War schon auch ne geile Zeit."

Es knistert im Märchenwald: "Die Glückshormone springen sich gegenseitig an!"

Simones Pendant als wandelnde Tränendrüse ist im ärmlichen Märchenwald Elene Lucia Ameur. Die ist eigentlich nur am Flennen. Vor allem, weil sie mit Senay Gueler aneinander geriet. Als sie dann auch noch von den Bewohnern nicht für das Live-Match auserwählt wurde, war's ganz mit ihrer Fassung vorbei. Glück findet sie nur, wenn sie die zarten Bande zwischen Adela Smajic und "Beton-Misch" Mayer sieht und ihren psychologischen Senf dazu geben kann. "Ich hab die Magie total gefühlt, sie fließt zu mir über", jauchzte sie. "Da sind Glückshormone zwischen den beiden. Die springen sich so gegenseitig an. Ich hoffe nur, sie laden mich zur Hochzeit ein."

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Aber, obwohl Adela sehr glücklich ist ("Werde ich rot?", fragte sie im Sprechzimmer) und sich "sehr, sehr wohl mit Mischa" fühle - mehr ging da nicht. Das berichtete auch Claudia Kohde-Kilsch drüben im Luxusschuppen. Sascha weiß, wie man Abhilfe schafft, wenn im Camp nicht gebumst wird: "Also muss ich doch noch Katy bähmsen!"

Jenny Frankhauser: "Ist Oper so was wie Musical?"

Überhaupt, das Luxusleben. Wenn man Obstsalat schnippelt und Perlwein süppelt, während sie drüben eine Scheibe Brot in zehn Teile zerrupfen, damit jeder einen Haps zum Beißen kriegt, wird man bräsig. Oldie Werner Hansch schilderte in seinen Anekdoten aus der Antike die Vorzüge der Oper im damaligen Ost-Berlin. Da bekam man nämlich als Westler für kleines Geld Schampus und Kaviar. Die Idee gefiel Jenny gar sehr ("Wo's was zu essen und trinken gibt, bin ich dabei!"), das mit der Oper an sich hatte sie nicht so ganz begriffen: "Ist das so was Ähnliches wie Musical?" Live-Nachhilfe trat Kathy Kelly an, die wie eine Operndiva eine Arie schmetterte. "Ich bin sofort entflammt", gestand Werner.

Seynar wie Rumpelstilzchen: "Ich will zu niemandem nett sein!"

In Flammen steht auch Senay Gueler. Und wer ihm zu nahe kommt, droht verbrannt zu werden. Der "grumpy old Man" gab das perfekte Rumpelstilzchen. "Ich bin nicht hier, um Freunde zu finden!", "Warum soll ich nett sein zu jemandem, der mir am A.... vorbei geht?", "Ich will zu niemandem nett sein!", "Es ist besser, Steine ins Wasser zu werfen, anstatt sich mit sinnlosem Sch... zu beschäftigen!" Ja, ganz klar.

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Besonders hat es ihm Emmy Russ angetan. "Alles, was sie kann, ist, dass sie vom Blasen und von Schwänzen erzählt. Das sind Proleten, Schatz", erklärte Senay seiner einzigen Vertrauten im Camp, Jasmin Tawil. "Willkommen in meiner Welt."

Katy über Seynar: "Hauptsache, der hält die Fresse!"

Senay fehlt nicht nur Verständnis für seine Mitbewohner, sondern auch Zigaretten. Er, Adela und Elene sind auf "kaltem Entzug". Deshalb wurden die in zwei Spielen ergatterten Taler auch in Zigaretten und eine Tafel Schokolade und nicht etwa in einen Sixpack Bier investiert. Botschaft: "Dann gebt ihr aber mal Ruhe, ihr Raucher."

Selbst die unbefummelte Katy Bähm beugte sich dieser weisen Entscheidung, obwohl er/sie gerne was anderes aus dem Wunschbaum gehabt hätte. Aber: "Der Senay zickt den ganzen Tag. Hauptsache, der hält die Fresse!"

Tolle Teamleistung: "Wir haben gut gelutscht!"

Dass es doch wieder feuchtfröhlich wurde, lag an einem 15-minütigen Lolli-Lutschen. In den Lollis waren Schlösser für Schatzkisten versteckt. Also wurde "gelutscht wie die Weltmeister", meinte Katy. Es lief bei ihm wie geflutscht, dass er Emmy sogar ("Soll ich dir beim Lutschen helfen?") seine Leck-Unterstützung anbot. Im zweiten Spiel wurde dann 45 Poolspielzeugen erfolgreich die Luft abgelassen. Da war, für einen ganz kleinen Moment, sogar der Ansatz eines Lächelns im Gesicht von Rumpelstilzchen Senay zu erahnen.

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Das wurde beim Live-Match nochmal breiter. Zwar geriet die Selektion der Kandidatinnen ("Gesucht werden zwei starke und zwei smarte Prinzessinnen!") zur Farce (und Senay und Katy schon wieder nahe an einen Wutausbruch), weil sich Emmy partout als "smart" einstufte. Dann aber ging alles doch gut: Emmy und (vor allem) Adela beantworteten Fragen so erfolgreich, dass Jenny und Jasmin (die Starken, wobei Jenny Jasmin regelrecht durch den Parcours zerrte) große Spielkarten aufbauen konnten. Mit diesen wurde im Dominosteinschlag dann die böse Königin ins Feuer geschubst. Das Spiel war gewonnen und Emmy wurde mal wieder zum Shopping bei Penny geschickt. Witzig am Rande: Bei einer Frage konnte Adela sogar schon beantworten, welche Tattoos ihr "Beton"-Mischa hat...

Udo schwelgt im Luxus, Ikke kehrt in den Armenwald zurück

Am Ende wurde dann Udo Bönstrup von den Schlossbesetzern in den Luxus befördert. Das regelte vor allem sein Kumpel Ikke ("Udo - ganz klar!"), den anderen war es nämlich wurscht. Ikke freute sich wohl auf ein paar bierselige Runden. Da machten ihm allerdings die TV-Zuschauer einen Strich durch die Rechnung: Schluss mit Schloss - sie schickten ihn wieder in den Wald. Er nahm's gelassen: "Die Plage ist zurück!"

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Der Spruch des Abends aber kam vom Ramin Abtin, der sich zunehmend wie im falschen Film zu fühlen scheint. Als Senay mal wieder am Toben war ("Die sollen sich den Affekt sonst wohin stecken!"), schüttelte der "Biggest Loser"-Coach den Kopf: "Die Leute haben hier definitiv zu viel Zeit."

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