Hast du schon mal von Greenwashing gehört?

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Als Greenwashing bezeichnet man die Praxis von Unternehmen, sich als grün, also umweltfreundlich zu bezeichnen, obwohl sie es in der Praxis nicht sind.

Ein Unternehmen, das Greenwashing betreibt, fördert Rhetorik und Kampagnen, die vorgeben, ökologisch korrekt zu sein, um das Unternehmen mit Umweltschutz in Verbindung zu bringen. Das Ziel ist es, die Bevölkerung zu überzeugen, die sich zunehmend Sorgen um die Zukunft des Planeten macht.

Es handelt sich dabei um eine Art betrügerische Propaganda, bei der das Unternehmen den Verbraucher mit dem falschen Anschein von Nachhaltigkeit manipuliert, aber nichts zum Nutzen des Ökosystems tut. Es ist einfach eine Taktik, um die Öffentlichkeit in die Irre zu führen.

Ein Unternehmen behauptet zum Beispiel, dass es sich im Bereich Recycling engagiert. Wenn die Verbraucher die Dienstleistung oder das Produkt kaufen, glauben sie, dass sie dieses Engagement unterstützen. In der Praxis trägt das Unternehmen jedoch nicht zum Umweltschutz bei.

Berühmte Fälle von Greenwashing

Ein berühmter Fall von Greenwashing ereignete sich 2008 in Kanada. Nestlé schaltete eine Anzeige mit dem Slogan „Wasser in Flaschen ist das umweltfreundlichste Verbraucherprodukt der Welt“.

Umweltschutzgruppen verlangten umgehend die Entfernung der Anzeige mit der Begründung, dass abgefülltes Wasser zu den größten Verschmutzern der Meere gehöre. Nach der Beschwerde musste das Unternehmen seine Werbung mit dieser Behauptung zurückziehen.

Auch nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, dass alle seine Kunststoffverpackungen bis 2025 vollständig recycelbar werden sollen, wurde Nestlé von Greenpeace des Greenwashings bezichtigt. Die Umweltorganisation kritisierte die mangelnde Transparenz der Maßnahme, da das Unternehmen bis zum angegebenen Zeitpunkt keine Details zu den Zielvorgaben bekanntgab.

Die Aktivisten wiesen auch darauf hin, dass die großen Unternehmen etwas gegen die Verschmutzung unserer Meere und Ozeane unternehmen müssten und nicht einfach neue Kunststoffe in diesen Kreislauf einbringen dürften.

Ein weiterer bekannter Fall war der von Walmart in den USA. 2017 wurde die Supermarktkette zu einer Geldstrafe von einer Million Dollar verurteilt, weil sie Produkte mit falschen Angaben über den Kunststoffanteil in der Zusammensetzung ihrer Artikel verkauft hatte.

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