Deshalb hat Franz Eberhofer so viele Fans

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Mit "Kaiserschmarrndrama" hat Rita Falk den neunten Fall für ihren Eberhofer vorgelegt. Der bayerische Polizist bleibt ein Fan-Magnet - das macht ihn so beliebt.

Rita Falk (53) schickt ihren berühmten Polizisten Franz Eberhofer mit "Kaiserschmarrndrama" in seinen neunten Fall. Darum geht's in dem nun erschienenen Krimi: Im Wald von Niederkaltenkirchen wird eine nackte Tote gefunden. Unter dem Namen "Mona" hatte sie Stripshows im Internet angeboten. Zum Kreis der Verdächtigen zählen ein paar ihrer Kunden, darunter einige Bekannte. Dann gibt es noch eine Tote im Wald. Hat es der Eberhofer mit einem Serienmörder zu tun?

Und auch privat geht es für den Dorfpolizisten natürlich wieder drunter und drüber. Warum die Fans Rita Falks neuestes Werk schon sehnlichst erwartet haben? Hier ein paar Gründe.

Der sympathische Antiheld

Auch wenn es im Privatleben von Franz Eberhofer mindestens so amüsant und spannend zugeht wie in seinen Kriminalfällen: Der Dorfpolizist hat nicht die tiefgehenden Probleme, wie sie Leser, Hörer und Zuschauer von anderen fiktionalen Kommissaren hierzulande gewohnt sind. Der Eberhofer trinkt gerne mal ein Bierchen zu viel, trifft in Liebesangelegenheiten nicht immer den richtigen Ton und an der richtigen Arbeitsmoral mangelt es auch schon mal. Trotzdem oder gerade deswegen: Die Leser lieben ihren bayerischen Provinzpolizisten - und seine Familie.

Die Figuren

Mit bayerischem Charme zeichnet Rita Falk auch die Figuren, die Eberhofers Welt bevölkern: den Simmerl, der den Dorfpolizisten in Niederkaltenkirchen mit seinen Leberkässemmeln versorgt oder die schwerhörige Oma, die mit ihren Kochkünsten ebenfalls wichtig ist für das leibliche Wohl ihres Enkels - wenn sie nicht gerade auf Schnäppchenjagd geht. Papa Eberhofer macht es seinem Sohn nicht immer leicht mit seinen Hobbys: Beatles und Joints stehen bei ihm ganz oben.

Noch schlimmer für den Franz ist aber sein Bruder Leopold, "die alte Schleimsau". Dafür liebt er seine kleine Nichte umso mehr. Dann gibt es im Eberhofer-Universum noch seine große Liebe Susi, Franz' Ex-Kollege und Freund, der Birkenberger Rudi, Saufkumpan Flötzinger sowie Richter Moratschek. Mehr braucht es für eine bayerische Seifenoper nicht.

Das Eberhofer-Universum

Großen Anteil an der Faszination des Eberhofer-Universums haben sicher auch die Verfilmungen. Denn anders als bei anderen Buchverfilmungen stört der Cast die eigene Fantasie nicht. Kein Wunder, versammelt er doch das Who's Who der bayerischen Film- und Kabarett-Szene: "Ex-"Tatort"-Star Sebastian Bezzel (46) spielt den Eberhofer, der österreichische Schauspieler Simon Schwarz (47) ist als Detektiv Rudi Birkenberger zu sehen. Lisa Maria Potthoff (39) schlüpft seit dem ersten Film, "Dampfnudelblues" (2013), jedes Jahr wieder gern in die Rolle der Susi. Eisi Gulp (62) feierte als Papa Eberhofer gar eine Art Comeback.

Grandios sind auch die Kabarettisten Sigi Zimmerschied (64) als Moratschek und Stephan Zinner (43) als Metzger Simmerl. Daniel Christensen (39) machte den Heizungspfuscher Flötzinger zur Kultfigur und Gerhard Wittmann (*1964) den viel zu braven Bruder Leopold Eberhofer zur Top-Nervensäge. Und BR-Mann Max Schmidt (*1968) gibt den Wirt Wolfi, als hätte er nie etwas anderes gemacht.

Doch nicht nur die verfilmten Krimis sind prominent besetzt. Christian Tramitz (62) liest die Hörbücher zu den Eberhofer-Fällen. Wer auch sonst, müsste man fast fragen. Schließlich passt der "Hubert und Staller"-Star perfekt in die Kulisse. Und für alle Fans von Oma Eberhofer gibt es zudem ihre Rezepte zum Nachkochen: "Knödel-Blues" heißt ihr Provinz-Kochbuch.

Foto(s): ili/spot

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