Hat in Paris die Superstar-Flucht eingesetzt?

Justin Werner
Wird in diesen Wochen über große Namen und hohe Ablösesummen spekuliert, ist Paris Saint-Germain oft Bestandteil der Diskussion. Das war schon in den vergangenen Transferfenstern so. Neu ist diesmal: Es geht in diesem Sommer eher nicht um eigentlich unbezahlbare Neuverpflichtungen, sondern wesentlich um PSG-Abgänge. Mond-Transfers vor dem AbsprungDani Alves ist der Nächste, der Paris verlässt. Das teilte der Brasilianer jüngst in einem Instagram-Post mit: "Ein weiteres Kapitel in meinem Leben endet heute, ein erfolgreiches, ein Kapitel des Lernens und der Erfahrung." Wohin es ihn verschlägt, teilte er allerdings nicht mit.Vor Alves kehrten bereits Altmeister Gianluigi Buffon, Adrien Rabiot (beide auslaufender Vertrag), Giovani Lo Celso (Betis Sevilla/22 Mio. Euro Ablöse), Moussa Diaby (Bayer Leverkusen/15 Mio.) und Gregor Krychowiak (Lok Moskau/12,5 Mio.) den Verein. Für PSG aber gravierender: Landsmann Neymar will es seinem Kumpel Alves gleichtun.In den letzten Tage forcierte der brasilianische Künstler einen Wechsel zu seinem Ex-Klub Barcelona deutlich. Die spanische Sport will wissen, dass Neymar in einer geheimen Whatsapp-Gruppe mit Lionel Messi und Luis Suárez geschrieben habe: "Keine Angst, ich komme." Das Verhältnis zu seinen Ex-Mitspielern soll trotz des unrühmlichen Abgangs vor zwei Jahren blendend sein. Die Barca-Stars sollen sich daher für eine Rückholaktion stark gemacht haben.Allerdings liegen beide Klubs in den Vorstellungen einer Ablöse weit auseinander. Während PSG nach Informationen von Le Parisien wohl ungefähr 300 Millionen Euro für seinen Superstar fordert, will Barca maximal 100 Millionen zahlen. Dazu würden die Katalanen allerdings Ousmane Dembélé oder Philippe Coutinho nach Paris schicken. Die beiden Spieler kosteten Barcelona 2018 jeweils deutlich über über 100 Millionen Euro.Jetzt das aktuelle Trikot von Paris Saint-Germain bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGEWenn Neymar wechseln will, dann versucht er das mit aller Macht durchzusetzen. Das machte er bei seinem Transfer 2017 deutlich. PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi hatte erst vor wenigen Tagen erklärt, dass er fortan volle Identifikation mit dem Pariser Projekt fordert. Ansonsten stünde jedem Spieler die Tür zu einem Wechsel offen: "Ciao! Ich will keine Starallüren mehr." Gerüchte um Mbappé halten sichLäuft es ganz dumm für PSG, sucht auch der zweite Superstar in diesem Sommer das Weite. Real Madrid wird großes Interesse an Kylian Mbappé nachgesagt, der Paris inklusive Boni auch 200 Millionen Euro kostete. Trainer Zinedine Zidane soll ein großer Fan des Weltmeisters sein. Außerdem skandierten die Fans der Königlichen bei der Vorstellung von Eden Hazard: "Wir wollen Mbappé!"PSG will sein Juwel aber nicht hergeben. "Ich bin mir nicht zu 100 Prozent, sondern zu 200 Prozent sicher, dass er bleibt!", wurde Al-Khelaifi deutlich. "Ich werde diesen wahnsinnigen Spieler nicht gehen lassen."Dass Mbappés Weg über kurz oder lang nach Madrid führt, gilt als sehr wahrscheinlich. Für die Königlichen zu spielen, war nach eigener Aussagen immer sein Traum. Real-Talent Vinicius Jr. äußerte sich beim Sender RF1 optimistisch: "Jeder will ihn hier haben. Und ich denke, er wird schon bald kommen. Seine Zukunft liegt in Madrid."PSG-Teamkollege Julian Draxler nennt dagegen einen Grund, warum er Neymar und Mbappé weiter in Paris sieht: "Sie haben ihre Aufgabe hier noch nicht erledigt." Das große Ziel Champions-League-Sieg verpasste die Millionentruppe schließlich auch in der abgelaufenen Saison.DAZN gratis testen und die Champions League live & auf Abruf erleben | ANZEIGE Draxler äußert sich eindeutigAuch hinter einigen anderen PSG-Spielern stehen noch Fragezeichen. So wird immer wieder über einen Wechsel Draxlers diskutiert. Der Nationalspieler sagte allerdings nach dem letzten Länderspieleinsatz gegen Estland, er habe "keine Intention, den Verein zu verlassen".Der Verbleib von Mittelstürmer Edinson Cavani soll gar von der Personalie Antoine Griezmann abhängen. Sollte Paris den Franzosen von Atlético Madrid verpflichten können, soll Cavani wiederum die Sturmlücke bei Atlético füllen. Der Uruguayer spielt seit 2013 in Paris und erzielte in 279 Spielen 193 Tore.Außerdem stehen einige junge Talente aus der zweiten Reihe vor dem Absprung. So befindet sich der 21-jährige Christopher Nkunku laut kicker in fortgeschrittenen Gesprächen mit RB Leipzig. Der zentrale Mittelfeldspieler absolvierte in der abgelaufenen Saison 22 Spiele in der Ligue 1. An Linksverteidiger Stanley N'Soki soll Interesse aus Frankfurt und Schalke auf sich gezogen haben. Trapp als dritter Torhüter?Nach dem Abschied Buffons verpflichtete Paris den jungen polnischen Schlussmann Marcin Bulka vom FC Chelsea. Die Frage nach der Zukunft Kevin Trapps, dessen Leihe nach Frankfurt endet, wird dadurch nur komplizierter.Alphonse Aréola ist auch unter Thomas Tuchel Nummer Eins im PSG-Kasten. Jedoch soll der neue Sportdirektor Leonardo bemüht sein, Gianluigi Donnarumma von seinem Ex-Klub AC Mailand an die Seine zu lotsen. Fände sich eine Lösung für Trapp, die Frankfurt einschließt, wäre das wohl im Sinne aller Beteiligten.

Wird in diesen Wochen über große Namen und hohe Ablösesummen spekuliert, ist Paris Saint-Germain oft Bestandteil der Diskussion. Das war schon in den vergangenen Transferfenstern so. Neu ist diesmal: Es geht in diesem Sommer eher nicht um eigentlich unbezahlbare Neuverpflichtungen, sondern wesentlich um PSG-Abgänge.


Mond-Transfers vor dem Absprung

Dani Alves ist der Nächste, der Paris verlässt. Das teilte der Brasilianer jüngst in einem Instagram-Post mit: "Ein weiteres Kapitel in meinem Leben endet heute, ein erfolgreiches, ein Kapitel des Lernens und der Erfahrung." Wohin es ihn verschlägt, teilte er allerdings nicht mit.


Vor Alves kehrten bereits Altmeister Gianluigi Buffon, Adrien Rabiot (beide auslaufender Vertrag), Giovani Lo Celso (Betis Sevilla/22 Mio. Euro Ablöse), Moussa Diaby (Bayer Leverkusen/15 Mio.) und Gregor Krychowiak (Lok Moskau/12,5 Mio.) den Verein. Für PSG aber gravierender: Landsmann Neymar will es seinem Kumpel Alves gleichtun.

In den letzten Tage forcierte der brasilianische Künstler einen Wechsel zu seinem Ex-Klub Barcelona deutlich. Die spanische Sport will wissen, dass Neymar in einer geheimen Whatsapp-Gruppe mit Lionel Messi und Luis Suárez geschrieben habe: "Keine Angst, ich komme." 

Das Verhältnis zu seinen Ex-Mitspielern soll trotz des unrühmlichen Abgangs vor zwei Jahren blendend sein. Die Barca-Stars sollen sich daher für eine Rückholaktion stark gemacht haben.


Allerdings liegen beide Klubs in den Vorstellungen einer Ablöse weit auseinander. Während PSG nach Informationen von Le Parisien wohl ungefähr 300 Millionen Euro für seinen Superstar fordert, will Barca maximal 100 Millionen zahlen. Dazu würden die Katalanen allerdings Ousmane Dembélé oder Philippe Coutinho nach Paris schicken. Die beiden Spieler kosteten Barcelona 2018 jeweils deutlich über über 100 Millionen Euro.

Jetzt das aktuelle Trikot von Paris Saint-Germain bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

Wenn Neymar wechseln will, dann versucht er das mit aller Macht durchzusetzen. Das machte er bei seinem Transfer 2017 deutlich. PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi hatte erst vor wenigen Tagen erklärt, dass er fortan volle Identifikation mit dem Pariser Projekt fordert. Ansonsten stünde jedem Spieler die Tür zu einem Wechsel offen: "Ciao! Ich will keine Starallüren mehr."

Gerüchte um Mbappé halten sich

Läuft es ganz dumm für PSG, sucht auch der zweite Superstar in diesem Sommer das Weite. Real Madrid wird großes Interesse an Kylian Mbappé nachgesagt, der Paris inklusive Boni auch 200 Millionen Euro kostete. Trainer Zinedine Zidane soll ein großer Fan des Weltmeisters sein. Außerdem skandierten die Fans der Königlichen bei der Vorstellung von Eden Hazard: "Wir wollen Mbappé!"


PSG will sein Juwel aber nicht hergeben. "Ich bin mir nicht zu 100 Prozent, sondern zu 200 Prozent sicher, dass er bleibt!", wurde Al-Khelaifi deutlich. "Ich werde diesen wahnsinnigen Spieler nicht gehen lassen."

Dass Mbappés Weg über kurz oder lang nach Madrid führt, gilt als sehr wahrscheinlich. Für die Königlichen zu spielen, war nach eigener Aussagen immer sein Traum. Real-Talent Vinicius Jr. äußerte sich beim Sender RF1 optimistisch: "Jeder will ihn hier haben. Und ich denke, er wird schon bald kommen. Seine Zukunft liegt in Madrid."

PSG-Teamkollege Julian Draxler nennt dagegen einen Grund, warum er Neymar und Mbappé weiter in Paris sieht: "Sie haben ihre Aufgabe hier noch nicht erledigt." Das große Ziel Champions-League-Sieg verpasste die Millionentruppe schließlich auch in der abgelaufenen Saison.

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Draxler äußert sich eindeutig

Auch hinter einigen anderen PSG-Spielern stehen noch Fragezeichen. So wird immer wieder über einen Wechsel Draxlers diskutiert. Der Nationalspieler sagte allerdings nach dem letzten Länderspieleinsatz gegen Estland, er habe "keine Intention, den Verein zu verlassen".

Der Verbleib von Mittelstürmer Edinson Cavani soll gar von der Personalie Antoine Griezmann abhängen. Sollte Paris den Franzosen von Atlético Madrid verpflichten können, soll Cavani wiederum die Sturmlücke bei Atlético füllen. Der Uruguayer spielt seit 2013 in Paris und erzielte in 279 Spielen 193 Tore.

Außerdem stehen einige junge Talente aus der zweiten Reihe vor dem Absprung. So befindet sich der 21-jährige Christopher Nkunku laut kicker in fortgeschrittenen Gesprächen mit RB Leipzig. Der zentrale Mittelfeldspieler absolvierte in der abgelaufenen Saison 22 Spiele in der Ligue 1. An Linksverteidiger Stanley N'Soki soll Interesse aus Frankfurt und Schalke auf sich gezogen haben.


Trapp als dritter Torhüter?

Nach dem Abschied Buffons verpflichtete Paris den jungen polnischen Schlussmann Marcin Bulka vom FC Chelsea. Die Frage nach der Zukunft Kevin Trapps, dessen Leihe nach Frankfurt endet, wird dadurch nur komplizierter.

Alphonse Aréola ist auch unter Thomas Tuchel Nummer Eins im PSG-Kasten. Jedoch soll der neue Sportdirektor Leonardo bemüht sein, Gianluigi Donnarumma von seinem Ex-Klub AC Mailand an die Seine zu lotsen. Fände sich eine Lösung für Trapp, die Frankfurt einschließt, wäre das wohl im Sinne aller Beteiligten.