Hauptrolle Berlin: Heute Neapel, morgen Moskau: Berlin als Allzweckkulisse

Am Dienstag läuft im Zoo Palast noch mal „Die Bourne Verschwörung“. Und Babelsberg-Chef Christoph Fisser erzählt von den Dreharbeiten.

Eine Autoverfolgungsjagd quer durch Moskau. Man sieht die typisch hohen Plattenbauten und von fern markante Zwiebeltürmchen. Aber abrupt bleibt das Auto auf einer Brücke stehen. Und der Zuschauer, sofern er sich in Berlin auskennt, stockt überrascht: Ist das nicht der Spreekanal? Und die Häuser dahinter, ist das nicht die Fischerinsel?

In der Reihe "Hauptrolle Berlin", die die Berliner Morgenpost gemeinsam mit dem Zoo Palast an jedem ersten Dienstag im Monat veranstaltet, werden eigentlich nur genuine Berlin-Filme gezeigt, in der die Stadt keine beliebige Kulisse ist, sondern in der wirklich etwas über die Stadt erzählt wird: ein Zeitbild, ein Generationenporträt oder ein Lebensgefühl. Die Hollywoodproduktion "Die Bourne-Verschwörung" von 2004 scheint da zunächst nicht so recht hineinzupassen. Und tut es doch, sogar in doppelter Hinsicht.

Eine Visitenkarte dafür, was die Filmstadt leisten kann

Die Entscheidung der Filmemacher, die Fortsetzung des Erfolgshits "Die Bourne Identität" in Berlin spielen zu lassen, war natürlich eine Vorbeugung vor der "Stadt der Agenten". Als geteilte Stadt war Berlin eine Drehscheibe der internationalen Spionage, was sich auch in Filmen wie "Die Spur führt nach Berlin" oder "Der Spion, der aus der Kälte kam" niederschlug. Dann aber war "Die Bourne Verschwörung" auch eine der ersten Produktionen, die bei Studio Babelsberg entstanden, nachdem Christoph Fisser und Carl Woebcken es übernommen hatten.

"Die Bourne Verschwörung" wurde dabei zu einer Art Lei...

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