Hauptrolle Berlin: Maria Schrader: Meine Tochter hatte lange Angst vor dem Film

Im Zoo Palast präsentiert die Schauspielerin noch einmal „Aimée und Jaguar“. Ein Film, der ihr Glück brachte, aber auch ein Fluch war.

Es war ein hochemotionaler Abend für Maria Schrader. Hier, im Zoo Palast, hatte ihr Film "Aimée & Jaguar" 1999 Weltpremiere. Es war das letzte Mal, dass hier eine Berlinale eröffnet wurde. Nun ist die Schauspielerin eigens aus Hamburg in ihre Heimatstadt Berlin gefahren, um den Film am Dienstag noch einmal vorzustellen. In der Reihe "Hauptrolle Berlin", die das Kino mit der Berliner Morgenpost veranstaltet.

Ein Film über eine große Liebe. Die einer Soldatengattin und Nazi-Mitläuferin, die sich 1942 in den Berliner Bombennächten in eine Frau verliebt, die Jüdin ist. Eine doppelt verbotene Liebe. Kein Drehbuchautor könnte so etwas erfinden. Es war die wahre Geschichte der Berlinerin Lilly Wust. Die war 82 Jahre alt während des Drehs.

Maria Schrader, die ihre große, von den Nazs ermordete Liebe spielte, hat Lilly Wust erst am ersten Drehtag kennengelernt. Und war so aufgeregt, dass sie kaum spielen konnte. Die ganze Zeit, erinnert sie sich, zuckte ihr Auge, das Drehmaterial des Tages war unbrauchbar. Aber es begann eine Freundschaft zu dieser Frau, die denn auch bei der Premiere mit auf der Bühne stand. Und diese späte Öffentlichkeit sichtlich genoss.

Eine Freundschaft fürws Leben

Genauso eng war das Verhältnis zu Juliane Köhler, die im Film die Lilly Wust spielt. Die Chemie zwischen den Schauspielerinnen funktionierte vom ersten Tag an, sie sind noch heute gute Freundinnen und telefonieren häufig. Sie genierten sich auch nicht vor den Liebesszenen. Sie waren so ergriffen von dieser...

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