Hauptrolle Berlin: Und plötzlich war das Licht weg im Tiergartentunnel

Im Zoo Palast erzählt Christoph Fisser von den Dreharbeiten zu „Die Bourne Verschwörung“. Und liest Matt Damons Dankesbrief vor.

Berlin kann nicht nur Hauptstadt. Berlin kann auch Amsterdam, Neapel. Und sogar Moskau. Zumindest als Filmstadt. Das hat der Actionthriller "Die Bourne Verschwörung" bewiesen, der 2003 hier gedreht wurde. Am Dienstagabend wurde er noch einmal im Zoo Palast gezeigt, in der Filmreihe "Hauptrolle Berlin", die die Berliner Morgenpost gemeinsam mit dem Kino an jedem ersten Dienstag im Monat veranstaltet.

Christoph Fisser vom Vorstand des Filmstudios Babelsberg kam zu Gast, um über die Dreharbeiten zu sprechen. Und er brachte noch zwei Gäste mit: Roman Avianus und Markus Bensch, die beim Studio für die Location-Suche verantwortlich sind.

Das Drehteam als Todesengel

Tolle Motive haben sie bekommen. Aber auch ganz viele, die längst nicht mehr existieren. Matt Damon hetzt als Jason Bourne am Palast der Republik, am Schimmelpfeng-Haus, am Haus Cumberland vorbei: All diese Stätten gibt es nicht mehr. "Wir waren da", scherzt Fisser, "echte Todesengel." Dafür haben sie aber auch im Tiergartentunnel gedreht, der erst zwei Jahre später eröffnet wurde.

"Wir haben ihn erst gegraben", meint Fisser ironisch. Tatsächlich war der Tunnel noch im Rohbau. 500 Leuchten mussten organisiert werden, um Licht ins Dunkel zu bringen. Prompt raste bei einer Autoverfolgungsszenet, wie sich Markus Bensch erinnert, schon beim zweiten Take ein Wagen in den Sicherungskasten. Da war es zappenduster. Und Improvisation gefragt.

Auch der Polizeipräsident stand im Stau

Die Berliner standen damals wochenlang im Stau, ohne z...

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