Hauptverkehrsstraßen: Verkehr in Berlin: Mehr Tempo 30 noch in diesem Jahr

Verkehrssenatorin Regine Günther löst eine heftige Debatte über den Verkehrsfluss auf Berlins Hauptstraßen aus.

Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) prüft derzeit, auf weiteren Hauptverkehrsstraßen Tempo-30-Abschnitte einzuführen. Dort, wo eine reduzierte Höchstgeschwindigkeit beschlossen wird, soll sie noch in diesem Jahr angeordnet werden. Das sagte Günthers Sprecher Matthias Tang am Donnerstag der Berliner Morgenpost. Derzeit würden die Straßen ausgewählt, auf denen Tempo 30 sinnvoll wäre, erläuterte Tang. Die Entscheidung sei noch in diesem Frühjahr vorgesehen.

Ziel sei es, den Verkehrsfluss zu verbessern und so den Ausstoß gesundheitsgefährdender Stickoxide zu reduzieren. Das werde vor allem durch weniger Stop-and-Go-Verkehr erreicht, so der Sprecher. Bei der Prüfung, welche Straßen nach Ansicht des rot-rot-grünen Senats für Tempo 30 geeignet wären, werden vor allem Verkehrsachsen ins Blickfeld genommen, an denen die Grenzwerte für die Stickoxidbelastung häufig überschritten werden. Diese Werte werden im Rahmen der Luftgütemessung permanent erhoben.

Die Grenzwerte würden an vielen Hauptverkehrsstraßen deutlich überschritten, warnte Günther in einem RBB-Interview. Das gefährde die Gesundheit von mehr als 20.000 Menschen und stelle einen Zustand dar, auf den die Landesregierung reagieren müsse. Zudem seien die politisch Verantwortlichen "Getriebene". Damit spielte Günther auf EU-Verordnungen an. Wenn Berlin nicht dauerhaft dagegen verstoßen will, muss der Senat dafür sorgen, dass die Grenzwerte eingehalten werden. Als mögliche Aspiranten für Tempo 30 nannte die Sena...

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