Haus in Lankwitz: Das Berliner Sonnenhaus versorgt sich selbst mit Energie

In Lankwitz hat die Degewo ein Gebäude so umgebaut, dass es sich fast allein mit Energie versorgen kann.

Auf den ersten Blick ist in der frisch sanierten Zweizimmerwohnung nichts Besonderes zu finden: weiß getünchte Wände, Bodenbelag von der Rolle in Laminatoptik, ein großer Balkon. Beim genauen Hinsehen fehlen Heizkörper. Dafür gibt es einen Regler an der Wand und in der Küche einen Kasten, ähnlich einer kleinen Gastherme. Doch weder Fußbodenheizung noch Gasanschluss sorgen für Wärme. Die Raumtemperatur wird über die Zimmerdecke und eine Lüftungsanlage reguliert. Alles allein gespeist von der Sonne. Das ist das Besondere an dieser Wohnung.

Die Wohnung an der Havenstein­straße 20/22 in Lankwitz gehört zu einem Haus, das sich selbst mit Energie versorgt. Das "Zukunftshaus" ist ein Pilotprojekt des Berliner Wohnungsbauunternehmens Degewo, nach eigenen Angaben Berlins größtes Wohnungsbauunternehmen. Nach Aussagen des Vorstandes Christoph Beck "gibt es in Deutschland zwar bereits bei Neubauten energetisch autarke Gebäude, aber noch nicht in modernisierten Beständen wie in Lankwitz". Am Donnerstag ging das fertig sanierte Haus an das eigene Sonnenenergie-Netz.

Das achtstöckige Mehrfamilienhaus aus den 50er-Jahren wurde in 16 Monaten so umgebaut, dass es 100 Prozent des Wärmeverbrauchs und 50 Prozent des benötigten Stroms allein produzieren kann. Dafür mussten alle Mieter der 64 Wohnungen ausziehen, sie haben größtenteils andere Wohnungen im Kiez gefunden. Nachdem der letzte Bewohner im Januar 2016 das Haus verlassen hatte, begann der Umbau.

Speicher versorgen das Haus im Winter

Auf dem D...

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