Hawesko Holding AG: Hawesko-Konzern stärker als Marktentwicklung

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Hawesko Holding AG: Hawesko-Konzern stärker als Marktentwicklung
10.08.2022 / 08:00 CET/CEST
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PRESSEMITTEILUNG

Hawesko-Konzern stärker als Marktentwicklung

Hamburg, 10. August 2022. Die Weinhandelsgruppe Hawesko Holding AG (HAW, HAWG.DE, DE0006042708) hat heute ihren Halbjahresfinanzbericht 2022 einschließlich der Zahlen für das zweite Quartal (1. April bis 30. Juni) veröffentlicht. Mit einem Umsatz von € 312,0 Mio. (Vorjahr: € 324,9 Mio.) und einem EBIT von € 17,1 Mio. (Vorjahr: € 31,1 Mio.) zum Halbjahr bleibt das Geschäft wie erwartet hinter der lockdownbedingten Sonderkonjunktur des Vorjahres zurück. Es liegt aber deutlich über 2020 (Umsatz: € 277,6 Mio.; EBIT: € 13,1 Mio.) sowie den Vor-Corona-Jahren und zeigt sich damit stabil. Der spürbare Umsatzrückgang in den Endkundensegmenten wird dabei durch eine starke Nachfrage im B2B-Segment zum Teil kompensiert.

Im April berichtete der Lebensmitteleinzelhandel von einem Umsatzrückgang von 7,7 Prozent: Verunsicherte Verbraucher spüren die durch die Inflation und Ukraine-Krise steigenden Preise im eigenen Portemonnaie und reagieren mit Kaufzurückhaltung. Aufgrund der breiten Aufstellung über verschiedene Marktsegmente entwickelte sich der Umsatz der Hawesko-Gruppe im ersten Halbjahr mit -4,0 Prozent beziehungsweise im zweiten Quartal mit -2,3 Prozent somit besser ist als der Markt.

Der E-Commerce spürt im zweiten Quartal 2022 das Wegfallen der pandemischen Sonderkonjunktur im Vergleich zum Vorjahr am stärksten und verlor 12,3 Prozent im Umsatz. Auch in Retail zeigt sich eine Normalisierung des Bedarfs im Vergleich zum durch Gastronomieschließung geprägten Vorjahr mit einem leichten Rückgang im Umsatz von 4,1 Prozent. Das B2B-Segment erfreute sich dank wiederbelebter Gastronomie und Hotellerie über 17,7 Prozent Zuwachs im Umsatz. Das Konzern-EBIT im zweiten Quartal belief sich auf € 7,8 Mio. und fiel deutlich gegenüber dem Vorjahreswert von € 15,5 Mio. zurück. Gründe hierfür sind der veränderte Umsatzmix mit einem höheren Anteil des margenschwächeren B2B-Umsatzes, das Wiederkehren von während der Pandemie entfallenen oder deutlich niedrigeren Kosten und Inflationseffekte.

Im Halbjahreszeitraum (1. Januar bis 30. Juni) sank der Konzernumsatz der Hawesko-Gruppe gegenüber dem Vorjahr um 4,0 Prozent auf € 312,0 Mio. Das EBIT des Konzerns fiel dabei auf € 17,1 Mio.

In der Pandemie-Hoch-Zeit sind Kosten für Neukundenwerbung, Verkostungen, Personalkosten sowie Veranstaltungen und Reisen nicht angefallen oder deutlich geringer ausgefallen, die jetzt wieder das Vor-Pandemie-Niveau erreichen. Dieser Effekt im Vergleich zum Vorjahr wird im zweiten Halbjahr nachlassen. Die Herausforderung einer gesamtwirtschaftlich bedingten Kaufzurückhaltung und inflationsbedingt steigenden Kosten wird sich jedoch eher noch verstärken. Frühere Krisen haben allerdings gezeigt, dass Konsumenten auch in schwierigeren Zeiten nicht auf den Weinkonsum verzichten. Mit der richtigen Ausrichtung des Angebots und gezielten Preisanpassungen bei gleichzeitig attraktiven Angeboten kann die Hawesko-Gruppe weiterhin stabile Umsätze und Gewinne erwirtschaften.

Für das Gesamtjahr 2022 rechnet der Vorstand der Hawesko-Gruppe daher unverändert mit einem geringen Umsatzrückgang zwischen minus einem bis minus sechs Prozent im Vergleich zum Corona-Jahr 2021. Im Ergebnis wird aufgrund des veränderten Segment-Mixes eine leicht reduzierte Rendite mit einer EBIT-Marge zwischen 6,0 und 7,0 Prozent erwartet. Beeinflusst von Inflationseffekten ist ein Ergebnis am unteren Rand der Bandbreite aktuell wahrscheinlicher.

 

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Als führende Handelsgruppe für hochwertige Weine, Champagner und Spirituosen erzielte der Hawesko-Konzern 2021 einen Umsatz von € 681 Mio. und ein EBIT von € 53 Mio. Die Hawesko-Gruppe beschäftigt in den Segmenten Retail (Jacques’ und Wein & Co.), B2B (insbesondere Wein Wolf, Abayan und Grand Cru Select) und E-Commerce (insbesondere HAWESKO, Vinos und WirWinzer) rund 1.200 Mitarbeiter. Die Aktien der Hawesko Holding AG werden außer an der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg im Prime Standard Segment der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

 

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