Heftige Kämpfe um Militärgelände im Nordwesten Syriens

Bundesregierung besorgt über Lage syrischer Flüchtlinge

Regierungstruppen und Rebellen in Syrien haben sich nach Angaben von Aktivisten heftige Kämpfe rund um Militärgelände im Nordwesten des Landes geliefert. Bei Gefechten am Armeeflughafen Taftanas in der Provinz Idlib habe es auf beiden Seiten Tote gegeben, berichtete die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die sich auf ein Netzwerk von Aktivisten und Ärzten in Syrien beruft. Laut UNO sind im Syrien-Konflikt inzwischen fast 60.000 Menschen getötet worden.

Auch in der Nähe des Militärstützpunkts Wadi Deif in der Provinz Idlib gab es nach Angaben der Beobachtungsstelle Kämpfe. Wadi Deif ist einer der letzten wichtigen Stützpunkte der Regierungstruppen im Nordwesten des Landes. Aufständische der dschihadistischen Al-Nosra-Front hatten laut der Beobachtungsstelle vor knapp einer Woche eine Offensive auf das Gelände gestartet. Dabei wurde den Angaben zufolge am 30. Dezember ein australischer Staatsbürger getötet, der auf der Seite der Gegner von Präsident Baschar al-Assad gekämpft habe.

Auch die Armeeangriffe rund um die Hauptstadt Damaskus hielten der Beobachtungsstelle zufolge an. In einem Vorort der Stadt seien mindestens zwölf Mitglieder einer Familie bei einem Luftangriff der Regierungstruppen getötet worden. Die meisten Opfer seien Kinder gewesen.

Im Syrien-Konflikt kamen nach UNO-Angaben mittlerweile fast 60.000 Menschen ums Leben. Das geht aus neuen UNO-Zahlen hervor.

Die Bundesregierung zeigte sich am Mittwoch besorgt über die Lage der syrischen Flüchtlinge. Der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Andreas Peschke, sprach in Berlin von einem großen Problem. Die Bundesregierung habe bisher knapp 100 Millionen Euro für die Unterstützung von Flüchtlingen in den Nachbarländern Syriens bereitgestellt. Auch der Türkei sei mehrfach Hilfe angeboten worden, sagte Peschke. Ankara habe sich dafür offen gezeigt. Derzeit werde abgestimmt, was konkret getan werden könne.

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