Kurioser Lichtstrahl aus dem All erreicht die Erde

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Gammastrahlenausbrüche gehören zu den energiereichsten Ereignissen im All, und gelegentlich erreicht ihr Licht auch die Erde. Einer dieser Gammablitze ließ nun jedoch sogar NASA-Forscher staunen.

ROBLEDO DE CHAVELA, MADRID, SPAIN - 2020/08/19: A meteor crossing the night sky over the Milky way and a large antenna of the Madrid Deep Space Communications Complex of NASA and JPL, used for for tracking vehicles and spacecraft as well as for radioastronomy research. (Photo by Marcos del Mazo/LightRocket via Getty Images)
Die NASA hat das All immer im Blick - ein Lichtblitz sorgte nun für Staunen (Symbolbild: Marcos del Mazo/LightRocket via Getty Images)

Ungewöhnlich kurz und ungewöhnlich heftig war der Gammastrahlenausbruch, der den NASA-Satelliten Fermi am 26. August 2020 erreichte. Solche Ausbrüche entstehen in der Regel durch eine Supernova - also der Explosion eines massereichen Sterns, kurz bevor dieser zu einem schwarzen Loch kollabiert. 

Rekordverdächtiger Strahlenausbruch

Auch andere kosmische Ereignisse - beispielsweise die Kollision von Neutronensternen - können einen Gammastrahlenausbruch - kurz GRB - zur Folge haben, der dann weitaus kürzer ausfällt. GRB 200826A, benannt nach dem Datum seiner Entdeckung, dauerte weniger als eine Sekunde an - ein absoluter Rekord. Alle anderen Eigenschaften der Strahlen deuten jedoch darauf hin, dass der Ausbruch beim Ableben eines Sterns entstanden sein muss. 

A stellar black hole is caused by the collapse of a massive star and is also called a supernova explosion or a gamma ray Burst.
Gammastrahlenausbrüche entstehen in der Regel durch eine Supernova - also der Explosion eines massereichen Sterns (Symbolbild: Getty Images)

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Kein Wunder, dass sich gleich zwei Studien mit GRB 200826A befassten, die nun in der Fachzeitschrift "Nature Astronomy" veröffentlicht wurden. Eine davon wurde von Bin-bin Zhang der Nanjing Universität in China und der University of Nevada in Las Vegas angeführt. "Wir wussten schon, dass GRBs von riesigen Sternen als kurze GRBs gemessen werden können, aber wir dachten, dass dies an Einschränkungen der Gerätschaften liegt", wird Zhang von "Scitechdaily" zitiert. "Jetzt wissen wir, dass sterbende Sterne ebenfalls kurze Ausbrüche auslösen können." 

Ein Stern ist verpufft - mit enormer Energie-Freisetzung

"Wir glauben, dass dieses Ereignis letztendlich verpufft ist", sagt Tomás Ahumada von University of Maryland, Leiter der zweiten Studie. "Dennoch hat der Ausbruch 14-millionenfache Menge an Energie erschaffen, die die Milchstraße in der gleichen Zeit erzeugt, was dies zum energiereichsten GRB-Event aller Zeiten macht." 

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Gammastrahlenausbrüche sind immer wieder Gegenstand der astronomischen Forschung, geben sie doch Aufschluss darüber, was in weit entfernten Galaxien passiert beziehungsweise passiert ist. Denn ihre Lichtstrahlen können Milliarden von Lichtjahren zurücklegen. Bei GRB 200826A geht man davon aus, dass sein Licht die Hälfte der Zeit, die das Universum existiert, zu uns unterwegs war. 

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