Sicherheit in Berlin: Die hellen und dunklen Seiten der Wachdienste in Berlin

Kampfsport-Training bei einem Sicherheitsdienst

In zehn Jahren als Türsteher musste Moreno Cabraja nur zehn mal "aktiv werden". Dass das eine gute Nachricht ist, wird klar, als Cabraja – Stiernacken, Bullenstatur, Lausbubenlächeln – zeigt, was er mit "aktiv werden" meint.

Donnerstagabend im ehemaligen Schlachthaus Spandau. Wo früher Rinderkadaver zerlegt wurden, hat die Sicherheitsfirma SGB eine Trainingshalle für ihre Mitarbeiter eingerichtet. Die Fleischfabrik, mit Fitnessgeräten, einem virtuellen Schießstand, einem Käfig für MMA. Den Vollkontaktsport, bei dem bis auf Tritte gegen Gegner am Boden und Weglaufen so gut wie alles erlaubt ist, übt Cabraja hier fünfmal die Woche.

Drei durchtrainierte Männer müssen sich gegen die Plastikpuppe stemmen, an der Cabraja den Ernstfall an der Clubtür simuliert. Würden sie das nicht tun, Cabrajas Schläge unter den Brustkorb würden die Puppe durch den gekachelten Saal schleudern.

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Sichtbare Druckstellen heißen Ärger mit der Polizei

Lektionen aus Berlins Nachtleben: Wenn du schlagen musst, immer dort, wo Kleider die Haut bedecken. Sichtbare Druckstellen heißen Ärger mit der Polizei. Die Angst ist dein Freund, durch sie behältst du die Gefahren immer im Auge. Die wichtigste Regel für Cabraja: "Ehre, Würde und Stolz musst du zu Hause lassen." Cool bleiben, Statur zeigen, seinen Körper setzt er nur im Notfall ein.

Berlins privates Sicherheitsgewerbe boomt wie keine andere Branche in der Hauptstadt. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich nach Daten der Investitionsbank Berlin in nur ...

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