Hendricks: Nationale Klimabeiträge müssen ehrgeiziger werden

Fachleute beraten in Bonn über weltweiten Klimaschutz

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) dringt darauf, die nationalen Beiträge für den Klimaschutz ehrgeiziger zu gestalten. "Die nationalen Klimaschutzbeiträge sind das Herzstück des Pariser Abkommens. Entscheidend ist, dass diese Beiträge mit der Zeit immer ambitionierter werden", erklärte Hendricks am Mittwoch in Berlin. Dort beraten Fachleute aus 80 Staaten noch bis Ende der Woche über weitere Schritte zur Umsetzung des Weltklimaabkommens.

Bei der Weiterentwicklung der nationalen Zusagen zur Emissionsminderung "wollen wir uns austauschen, voneinander lernen und vor allem die Länder des Südens unterstützen, so wie wir dies in Paris zugesagt haben", erklärte dazu Hendricks weiter.

Die Konferenz erfolgt im Rahmen der internationalen NDC-Partnerschaft, die von der Bundesregierung Ende 2016 im Rahmen der UN-Klimakonferenz in Marrakesch ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, den Wissenstransfer zwischen den Staaten zu verbessern, um die Umsetzung nationaler Klimaziele zu erleichtern.

Das Bundesumweltministerium unterstützt im Rahmen seiner Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) zudem weltweit 550 Projekte mit derzeit rund 2,2 Milliarden Euro. Damit sollen unter anderem besonders von der Erderwärmung betroffene Länder in die Lage versetzt werden, eigene Klimaschutzstrategien zu entwickeln und umzusetzen.

Ziel des Pariser Klimaabkommens ist es, die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad, möglichst aber auf 1,5 Grad zu begrenzen. Bis Mitte des Jahrhunderts soll dazu eine weitgehende Dekarbonisierung der Wirtschaft erfolgen. Um dies zu erreichen, haben die beteiligten Staaten nationale Emissionsziele (NDC) vorgelegt, die in Revisionsprozessen weiter verschärft werden sollen.

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